Wenden

Wohneinrichtung Wenden

Tagesstruktur

Die Tagesstruktur befindet sich innerhalb des Wohnhauses der Lebenshilfe in Wenden. Dort wird sie aber als eigenständige Organisationseinheit geführt.
Es werden Erwachsene Menschen mit wesentlichen seelischen, körperlichen, geistigen bzw. mehrfach Behinderungen betreut. Sie haben einen Bedarf an gezielter und geplanter Förderung und Betreuung im Rahmen eines tagesstrukturierenden  Angebots innerhalb und außerhalb des unmittelbaren Wohnbereichs, welches über die tagesgestaltenden Betreuungsangebote der Leistungstypen Wohnen hinaus geht. (zit. LT24)
Der individuelle Hilfebedarf des einzelnen Nutzers steht im Vordergrund und ist handlungsleitend.

Die Tagesstruktur ist Montags Donnerstags von 9:00-15:00 Uhr und Freitags von 9:00-14:00 Uhr geöffnet. Die Teilnehmer/innen können die Besuchszeiten individuell wählen.
Die Personalausstattung ist so bemessen, dass eine am individuellen Hilfebedarf und an den persönlichen Wünschen der Teilnehmer orientierte Begleitung sichergestellt ist.
Die Tagesstruktur verfügt über Räumlichkeiten, die sich außerhalb des Wohnbereiches befinden. Einen Gruppenraum mit anschließender Terrasse und Gartenbereich, einen angrenzenden Werkraum sowie einer kleinen Küchenzeile. Die Räumlichkeiten sind über ein Treppenhaus und einen Aufzug erreichbar. Außerdem steht eine barrierefreie Toilette zur Verfügung

Das Angebot der Tagesstruktur versteht sich als Dienstleistung, die personenzentriert und lebensweltorientiert ausgerichtet ist. Die Angebote sollen sowohl für die Bewohner/innen des Wohnhauses als auch Nutzern aus dem ambulanten Bereich zugänglich sein.
Unsere Angebote bestehen aus der Ausgewogenheit zwischen Selbstversorgung, lebenspraktischer Bereich und Freizeitgestaltung.

Hier werden einige Beispiel aufgeführt:

  • Sorgen für die eigene Person z.B. Mahlzeiten einnehmen, Körperhygiene
  • Haushaltsführung, Einkaufen, kochen, bügeln
  • Bildung/Gesellschaftsspiele, Zeitung lesen oder vorlesen, besuch von Museen
  • Öffentlichkeitsarbeit, Ehrenamt, Arbeit für Basare
  • Biographiearbeit, auseinander setzten mit Tod und Sterben, Sinnfragen
  • Ruhige Erholung, Kreativ betätigen, lesen oder Geschichten vorlesen lassen, Entspannungsreisen, Snoezelen
  • Aktive Erholung, Spaziergänge Sitzgymnastik, Kegeln
  • Soziale Aktivitäten, Feste und Feiern, Besuche von Angehörigen oder Freunden, Briefe oder Karten schreiben
  • Eltern und Angehörigenzusammenarbeit, Thematisch gestaltete Treffen  

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an:
Frau Michaela Paulus, zu erreichen unter: paulus.michaela@lebenshilfe-nrw.de

Wir sind Wendener

mit den folgenden Ausführungen möchten wir, einen kleinen Einblick in unser Projekt „Wir sind Wendener“ geben und Eindrücke von unserer alltäglichen praktischen Arbeit präsentieren. Es ist uns ein Anliegen, älteren Menschen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf im Rahmen ihrer Möglichkeiten vielfältige Aktionen und Themen anzubieten, die ihrer direkten Lebensumgebung und Interessen entsprechen.

Das Wohnhaus der Lebenshilfe liegt sehr zentral in einem Neubaugebiet der Gemeinde Wenden. Wenden gehört zum Kreis Olpe und hat, alle Ortsteile in der Umgebung mit eingerechnet, 20642 Einwohner (Stand 2007). Durch die gute Lage, nur ca. 10 Gehminuten vom Stadtkern entfernt, sind die Bewohner mittendrin im Geschehen: Geschäfte, Banken, Arztpraxen, ein Schwimmbad, Sporthalle, Fitnessstudios, Kulturhalle und die katholische und evangelische Kirche sind bequem zu erreichen. Das Gemeindeleben wird geprägt von diversen Vereinen, z.B. der Schützenbruderschaft Wenden mit jährlichem großen Schützenfest und anderen lokalen Festen: „Floriansfest“ der Freiwilligen Feuerwehr Wenden, „Wendener Sommer“ und vielem mehr. Ein besonderes Ereignis ist jedes Jahr die Wendscher „Kärmetze“, das größte Volksfest Südwestfalens, bei dem der komplette Ort mit eingebunden wird. Die Bewohner nehmen so oft wie möglich am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinde teil, sind Mitglied in der Feuerwehr, besuchen die Musikschule oder gehen in die Kirche oder zu Konzerten.

Zum jetzigen Zeitpunkt wohnen 23 erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung in der Wohnstätte Wenden, einer Einrichtung der Eingliederungshilfe. Menschen mit geistiger Behinderung, die nicht mehr einer Tätigkeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder einer anderen Arbeitstätigkeit nachgehen (sei es aus altersbedingten oder gesundheitlichen Gründen), können in der Regel an den Angeboten der Tagesstruktur teilnehmen. In der Wendener Tagesstruktur nehmen zurzeit 7 Bewohner der Wohnstätte, sowie 3 externe Menschen mit Behinderung dieses Angebot wahr. Das Durchschnittsalter der Nutzer der Tagesstruktur beträgt 62 Jahre.

Das Angebot der Tagesstruktur versteht sich als Dienstleistung, die personenzentriert und

lebensweltorientiert ausgerichtet ist. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten haben die Teilnehmer die Möglichkeit, an verschiedenen Aktivitäten und Angeboten teilzunehmen. Hauptziel ist hierbei, bestehende Ressourcen zur Alltags- und Lebensbewältigung zu aktivieren, bzw. zu erhalten.

„Wir sind Wendener“ – Ein Projektbericht

Die UN – Behindertenrechtskonvention fordert in Artikel 8 „Maßnahmen zu ergreifen, um in der gesamten Gesellschaft […] das Bewusstsein für Menschen mit Behinderung zu schärfen“ und „Klischees, Vorurteile und schädlichen Praktiken gegenüber Menschen mit Behinderung […] zu kämpfen“. Dieser Forderung sind wir ab 2013 mit einem ganz besonderen Projekt nachgekommen. Menschen mit Behinderungen, die in der Wohnstätte Wenden leben, sowie externe Teilnehmer der Tagesstruktur, entwickeln und realisieren unter Anleitung von Dipl.-Sozialpädagogin Svetlana Neumann das Projekt „Wir sind Wendener“.

Es gibt sicht – und spürbare Barrieren bei alltäglichen Begegnungen, die von Menschen mit Behinderung in der Regel benannt werden, z.B. „Man wird angestarrt, Verkäufer drehen sich weg, an der Bushaltestelle hilft niemand beim Einsteigen“.

Durch dieses Projekt sollen Menschen mit Behinderung die Möglichkeit erhatlen, sich als kompetente und anerkannte Einwohner der Gemeinde zu erleben. Zunächst wurden Orte, Geschäfte und Einrichtungen ausgewählt, die die Wendener Bewohner am interessantesten fanden. Der Grundgedanke war, gemeinsame Aktionen zu planen im Sinne der Maxime: „Wir helfen Euch, das zu machen“. So waren die Menschen mit Behinderung in verschiedenen Lokalitäten der Gemeinde zu Gast:

- In der Pizzeria „Roma“ wurden gemeinsam in der dortigen Küche Pizzen belegt, gebacken und gegessen.

- Im Eiscafe‘ „Escada“ konnten die Bewohner hinter die Kulissen der Eisherstellung schauen und selber Eis herstellen, dekorieren und natürlich auch vernaschen.

- Das Team vom Blumenladen „Violla“ brachte den Bewohnern bei, welche unterschiedlichen Frühlingsblumen es gibt und wie man diese benennt. Desweiteren lernten sie, wie man einen Blumenstrauß richtig bindet.

- Das örtliche Zoogeschäft öffnete seine Türen, um den Teilnehmern unterschiedliche Tiere vorzustellen. Diese durften natürlich auch angefasst werden.

- In Kooperation mit dem Floristikhandel „Blumen Risse“ wurde ein Fotoshooting unter dem Titel „Mensch – eine Blume des Lebens“ durchgeführt. In stimmungsvoller Kulisse sind so wunderschöne, farbenfrohe Bilder entstanden

- Es entstand eine Kooperation mit dem Kindergarten „Arche Noah“ in Hünsborn, die nachfolgend noch näher beschrieben wird

- Teilnahme an lokalen Kunstmärkten (siehe unten)

 

Als nächste Aktion ist ein Fotoshooting an der „Wendener Hütte“geplant. Wir möchten die Bewohner in nostalgischer Umgebung in entsprechender Kleidung (Mäntel, Kleider, Smoking, Zylinder & Hüte) portraitieren.

Die Wendener Hütte haben wir uns aus folgenden Gründen als Motiv überlegt: Sie ist als altes Hütten- und Hammerwerk ein technisches Kulturdenkmal aus der Frühzeit der Industrialisierung. Die Anlage befindet sich in der Gemeinde Wenden und kann zusammen mit einem Museum zur Geschichte des Eisens besichtigt werden. Für viele Wendener Bürger hat es überdies eine ganz persönliche Bedeutung: Man kann dort standesamtlich heiraten und die stimmungsvolle Umgebung eignet sich hervorragend für besondere Fotos. Man könnte zusammenfassen: Die Wendener Hütte war schon immer da und gehört für alle dazu. Hier kann man eine Brücke zu den Menschen mit Behinderung schlagen:

Ziel des Projektes ist es, die Akzeptanz für die Bewohner in der Gemeinde zu fördern, neue Begegnungen und Erfahrungen zu ermöglichen. Die direkte Begegnung mit Menschen mit Behinderung könnte zu einer höheren Akzeptanz des Personenkreises führen.

In diesem Zusammenhang ist auch eine ganz besondere Kooperation mit dem Kindergarten „Arche Noah“ in Hünsborn entstanden.

Ein wichtiger Aspekt des Projektes „Wir sind Wendener“ ist der Kontakt mit Kindern. Unseres Erachtens ist es sinnvoll, beim Thema „Inklusion“ bei Vorschulkindern anzusetzen, da diese noch keine Vorurteile haben und sich über frühe Erfahrungen eine eigene, wichtige Meinung über die Welt bilden.

Nach mehreren Versuchen und langem Suchen haben wir mit dem Kindergarten „Arche Noah“ in Hünsborn, einem benachbarten Ort, eine sehr tolerante und offene Einrichtung gefunden. „Gemeinsam entdecken wir die Welt“ ist deren Motto, somit waren sie sehr daran interessiert, Kontakt aufzunehmen. So wurde zwischen der Wohnstätte und dem Kindergarten ein Kooperationsvertrag erstellt. Dieser beinhaltet regelmäßige Treffen (2x jährlich) mit der Gruppe der Vorschulkinder.

Ziel der Partnerschaft ist es, Akzeptanz und Einbeziehung zu fördern. Das erste Treffen im Jahr findet immer im Wohnhaus Wenden statt. In einer Kennenlernrunde werden die Teilnehmer der Tagesstruktur in spielerischer Form vorgestellt. Bei dem Spiel rückt immer die Person in den Mittelpunkt, nicht seine Behinderung. Wir erklären in einfacher Sprache, dass sich Menschen in vielfältiger Weise voneinander unterscheiden; jeder hat seine persönlichen Stärken und Schwächen: „M. kann nicht sprechen, aber er kann schöne Bilder malen“. Die Kinder sind nun gefragt, über ihre eigenen Stärken und Schwächen nachzudenken und stellen dabei fest, dass niemand perfekt ist. Fragen der Kinder werden direkt beantwortet; sie dürfen auch mit dem Rollstuhl fahren, mit dem Rollator gehen oder aus einem Schnabelbecher trinken. Auf spielerische Art können sie sich somit in die Lage des anderen hineinversetzen. Der erste direkte Kontakt zwischen dem Kind und dem Menschen mit Behinderung wird durch Spaß, Musik und gemeinsames Erleben erleichtert.

Der erste Treff wird sehr gründlich vorbereitet und steht unter einem Motto; z.B. „Überraschungsparty“, „Kartoffelfest“, „Piratenparty“, usw. Das zweite Treffen findet in den Räumlichkeiten des Kindergartens statt, z.B. im Rahmen einer Nikolaus- oder Karnevalsfeier. Bei dieser Zusammenkunft treffen sich Kinder und Menschen mit Behinderung wie alte Bekannte, Hemmnisse und Scheu sind abgebaut. Die Kinder erkennen den Bewohner in Geschäften, auf der Straße, bei regionalen Festen, usw. und erklären schließlich ihren Eltern, wer das ist und was ihn ausmacht. Die Nutzer der Tagesstruktur erleben sich in der Rolle der kompetenten Erwachsenen, die Kindern etwas mit auf den Weg geben können. Wenn Kinder von Anfang an den Umgang mit behinderten Menschen lernen, ist es für sie „normal, verschieden zu sein“.

Kunst als Brücke

Mit der Teilnahme an verschiedenen kreativen Angeboten kommt ein künstlerischer Aspekt des Projekts zum Tragen.

Menschen mit Behinderung sollen ihre Freizeit vielfältig und abwechslungsreich gestalten können. Dazu gehört auch die weitgehend barrierefreie Teilnehme an kulturellen Veranstaltungen. Wer seine selbst kreierten Arbeiten für die Öffentlichkeit zugänglich machen kann, hat darüber hinaus die Möglichkeit, in einen Dialog mit seinen Mitmenschen zu treten. Er erfährt Anerkennung für die eigene Leistung und bekommt das Gefühl einer sinnvollen Beschäftigung. Kunst kann Brücken schlagen und Kunst kann Barrieren einreißen. Sie gibt den Blick frei auf

Neues und Unbekanntes. Desweiteren gibt es kein Falsch und Richtig; Kunst liegt stets im Auge des Betrachters.

Die Heider Kunsttour ist kein gewöhnlicher Markt, vielmehr ist es ein großes Sommerfest für Künstler, das alle zwei Jahre stattfindet. Im Vordergrund steht nicht der Verkauf, sondern die Arbeit, die Gespräche, die Unverbindlichkeit und das gemeinsame Interesse. Seit 2009 ist die Lebenshilfe aus Wenden ein fester Teilnehmer des Kunstmarkts in Heid. Dort wurden und werden nicht nur Eigenkreationen präsentiert; vielmehr gab und gibt es Angebote, bei denen Besucher, insbesondere Kinder, mit einbezogen sind. Unter den Titeln „Sensation Blue“ oder „Umweltfreundliches Basteln“ gab es für Interessierte die Möglichkeit, gemeinsam etwas Kreatives zu gestalten, dies unter Anleitung der Bewohner.

Zudem findet jedes Jahr im Rathaus in Wenden ein Herbstmarkt statt, bei dem auf mehreren Etagen unterschiedliche Einrichtungen viel Selbstgemachtes anbieten; der Erlös geht an einen guten Zweck. Die Lebenshilfe Wenden ist seit 2014 Teilnehmer. Ähnlich wie beim Kunstmarkt in Heid spielt der Verkauf nur eine Nebenrolle. Die Menschen mit Behinderung können sich als kreative, freie und lebensfrohe Bürger der Gemeinde präsentieren und mit anderen in Kontakt treten.

Fazit:

Sozialraum ist mehr als nur ein Ort – er ist der Raum, wo Begegnungen, Erfahrungen, Wahrnehmungen, soziale Kontakte und Austausche stattfinden. Sozialraum teilen wir einerseits mit anderen Menschen, andererseits ist er doch ganz persönlich und durch die Bedeutung, die wir den einzelnen Aspekten geben, auch einzigartig und widersprüchlich. Zum Sozialraum gehören damit sowohl ganz reale Orte, als auch soziale Beziehungen. Diese müssen gestaltet, gelebt und genährt werden.

Überall dort, wo wir auf einen Menschen treffen, in dessen Gegenwart wir uns wohlfühlen, dessen Blick Freude und Wertschätzung ausdrückt, wo ein gegenseitiges Verstehen über kulturelle Grenzen hinaus möglich ist, überall dort, wo wir ohne Angst sein können – dort leben wir gerne, da wir Vertrautheit und Zugehörigkeit erfahren.

Der Sozialraum ist nicht einfach vorhanden, er wird durch jeden mitgestaltet und verändert sich ständig. So kann ein vertrauter Sozialraum im positiven Sinn für den eigenen Lebensraum einen stabilisierenden Einfluss haben. Er bietet vielfältige soziale und kulturelle Möglichkeiten, er lebt durch unser aktives Interesse. Bedeutungsvoll ist auch die Fähigkeit der Menschen, über den realen Ort hinaus durch vielfältige Kommunikationswege soziale Räume zu gestalten. Es geht nicht nur um Dabei sein, sondern um Teilnahme und Teilhabe.

Wir möchten mit den vielen Facetten unseres Projekts den älteren Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit geben, ihren Sozialraum wahrzunehmen, ihn mitzugestalten und zu erweitern, vor allem durch Begegnung, Dialog und Kreativität.

gez. Svetlana Neumann und Karina Scheld

Alltag im Alter gemeinsam gestalten

Kontakte im Alter pflegen ist oft schwierig. Erhöhter Unterstützungsbedarf geht oft mit eingeschränkter Mobilität einher und man kann nicht mehr so häufig an Aktivitäten teilnehmen oder Leute treffen, wie man gerne möchte.

Die Tagesstrukturen der Lebenshilfehäuser im regionalen Bereich Sieger- und Sauerland haben sich daher zu einer Netzwerkarbeit in Form von regelmäßigen großen Treffen zusammengeschlossen, um den Sozialraum der älteren Menschen mit Behinderung zu erweitern, Kontaktaufnahme zu ermöglichen und Möglichkeiten zum Austausch zu schaffen.

Die Treffen, die ca. alle 4 Monate in den unterschiedlichen Wohnstätten stattfinden, stehen jeweils unter einem Motto: In Netphen gab es 2015 ein Sommerfest im Haus Kliffmüller, ein Laternenfest im November in der Villa Müller in Olpe und beim letzten Treffen in Wenden im Februar 2016 stand eine „Überraschungsparty“ auf dem Programm.

Rund 30 Menschen kommen jedes Mal zusammen und haben durch einfache Kennenlernspiele die Gelegenheit, mehr voneinander zu erfahren. Neben einem gemeinsamen Mittagessen wird immer etwas Kreatives angeboten, was für jeden, unabhängig seiner Behinderung, umsetzbar ist.  Hinzu kommt das Gefühl, einmal aus der ewig gleichen Umgebung „herauszukommen“, mal etwas anderes sehen und neue Eindrücke zu gewinnen. Wichtig ist den Pädagogen, dass die Nutzer der Tagesstrukturen eine lebendige Atmosphäre bei den Treffen erleben, die sie durch gemeinsames Singen, Musizieren, Tanzen und einfach gemeinsam Spaß haben, erreichen.

Nicht zu vergessen sei auch der kollegiale Austausch der Mitarbeiter der Tagesstrukturen, die sich Anregungen für die eigene pädagogische Arbeit holen können.