Wenden

Wohneinrichtung Wenden

Beschreibung der Lage

Das Wohnhaus der Lebenshilfe liegt in einem Neubaugebiet von Wenden. Das Ortszentrum ist in zehn Gehminuten erreichbar. Dort befinden sich verschiedene Geschäfte, Banken, Arztpraxen, ein Schwimmbad, Sporthalle, Fitnessstudios, Kulturhalle und die katholische und evangelische Kirche.Von der Wohnstätte nur wenige Gehminuten entfernt liegt ein Waldgebiet mit schönen Wanderwegen. Wenden ist sowohl mit dem Auto als auch mit dem Bus gut erreichbar. Die Bushaltestelle liegt nur wenige Minuten zu Fuß entfernt. Von dort fahren Buslinien stündlich Richtung Olpe und Siegen. In beiden Städten gibt es vielfältige kulturelle Angebote. Durch die nah gelegene Autobahnen A4 und A45 ist eine schnelle Verbindung in die Großräume Köln, Frankfurt und in das Ruhrgebiet gegeben.

Beschreibung der Wohnform

Das Wohnhaus bietet 20 Erwachsenen mit einer geistigen Behinderung ein Zuhause. Die Bewohner und Bewohnerinnen leben in 5 Wohneinheiten mit jeweils 4 Mitbewohnern/Mitbewohnerinnen. Die drei Etagen sind über ein Treppenhaus und einen Aufzug erreichbar. Jede Wohneinheit verfügt über vier Einzelzimmer, die je nach dem persönlichen Geschmack eingerichtet werden können. Jedes Zimmer verfügt über ein TV-und Telefonanschluss. Weiterhin befinden sich zwei Bäder mit Dusche sowie ein Wohnbereich mit integrierter Küchenzeile auf jeder Etage. Im Untergeschoss gibt es neben dem Essraum mit Küchenzeile noch ein separates Wohnzimmer. Im Obergeschoss des Wohnhauses befindet sich das Pflegebad mit einer Hubwanne und einer barrierefreien Dusche.
Den Bewohnern im Ober-und Erdgeschoss steht ein Balkon mit einem herrlichen Ausblick auf das Ebbe-und Rothaargebirge zur Verfügung und im Untergeschoss eine Terrasse mit Gartentisch und Stühlen. Im Erdgeschoss befindet sich ein Hauswirtschaftsraum mit einer Industriewaschmaschine und Industrietrockner. Außerdem stehen den Bewohnern zwei Haushaltswaschmaschinen und Trockner zur Verfügung.Der Multifunktionsraum im Untergeschoss wird tagsüber von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen an den Angeboten der Tagesstruktur genutzt In der übrigen Zeit steht er für Freizeitaktivitäten, Geburtstagsfeiern und Treffen mit Eltern-und Angehörigen zur Verfügung. Eine kleine Küchenzeile in dem Raum ermöglicht das Zubereiten von Getränken und kleinen Gerichten. Weiterhin befindet sich eine Entspannungsecke mit Wasserbett im Multifunktionsraum. Die dazugehörige Terrasse ist mit Gartenstühle und Tische ausgestattet. Die Gartenanlagen können zur Freizeitgestaltung genutzt werde. Eine Nestschaukel ermöglicht auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu schaukeln. Zurzeit leben acht Bewohner und Bewohnerinnen im Obergeschoss. Die in dieser Wohngruppe lebenden Menschen sind in der Regel über 50 Jahre alt und haben meist einen erhöhten Pflegebedarf. Einige der Bewohner und Bewohnerinnen befinden sich bereits im Ruhestand und nutzen tagsüber die Angebote der Tagesstruktur. Im Vordergrund der pädagogischen Arbeit stehen das Erhalten von Fähigkeiten und Fertigkeiten. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen der Tagesstruktur wird für eine individuelle Gestaltung des Alltages gesorgt. Im Erdgeschoss leben acht Bewohnerinnen und Bewohner. Sie besuchen fast alle die Werkstatt für Behinderte. Sie erfahren Unterstützung in alltäglichen Belangen, bei der Freizeitgestaltung und bei ihren persönlichen Schwierigkeiten. Im Vordergrund steht die Hilfe zur Selbsthilfe. Bei den vier Bewohner und Bewohnerinnen im Untergeschoss wird auf selbständiges Handeln besonders wert gelegt. So planen und übernehmen sie mit Unterstützung der Mitarbeiter z.B. die Einkäufe für das Frühstück und Abendbrot.Das Ziel ist es, die Bewohner und Bewohnerinnen je nach individuellen Vermögen zum selbständigen Leben soweit wie möglich zu befähigen. Die dort zurzeit lebenden Bewohner sind in der Werkstatt für Behinderte tätig.

Tagesstruktur

Menschen mit geistiger Behinderung, die nicht mehr einer Tätigkeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder einer anderen Arbeitstätigkeit nachgehen, können in der Regel an den Angeboten der Tagesstruktur teilnehmen.

Wäschereinigung/-pflege und Zimmerreinigung/-pflege

Entsprechend der pädagogischen Ausrichtung der Wohnstätte werden die Bewohner und Bewohnerinnen im Rahmen der individuellen Fähigkeiten an allen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten beteiligt oder bei der selbstständigen Ausführung unterstützt. Dazu gehören u.a. folgende Aufgaben:

  • Zimmerreinigung und Zimmerpflege
  • Wäschereinigung und Wäschepflege (keine chemische Reinigung)
  • regelmäßige Reinigung der öffentlichen Räume.

Stellvertretend werden selbstverständlich alle Aufgaben von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen übernommen, die von den Bewohnern und Bewohnerinnen nicht ausgeführt werden können.Bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten orientieren sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an den hygienischen Standards, die im Hygieneplan der Einrichtung beschrieben sind.

Verpflegung

In der Wohnstätte werden folgende Mahlzeiten je nach Anwesenheit der Bewohner und Bewohnerinnen angeboten: Frühstück, Mittagessen,Abendessen und Zwischenmahlzeiten.Die Wünsche der Bewohner und Bewohnerinnen werden so weit wie möglich berücksichtigt. Das Einkaufen der Lebensmittel, die Zubereitung der Speisen, das Tisch decken und abräumen werden ebenfalls mit den Bewohnern und Bewohnerinnen gemeinsam erledigt. Besonderheiten bei der Ernährung wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Diabetes oder Ähnliches werden bei der Speiseplanung wenn möglich gerne berücksichtigt.

Personalstruktur

Die Begleitung der Menschen mit Behinderung setzt das professionelle Engagement unterschiedlicher Berufsgruppen voraus, denn erst das Zusammenwirken aller Beteiligten, ermöglicht dem Bewohner und der Bewohnerin ein an ihren Bedürfnissen und Interessen orientiertes Leben.So arbeiten unterschiedliche Professionen (SozialpädagogInnen, HeilpädagogInnen, HeilerziehungspflegerInnen, Krankenschwester/-pfleger, ErzieherInnen, ErgotherapeutInnen, Hauswirtschaftskräfte usw.) in einem Team zusammen. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist eine hohe Qualitätin der Begleitung der Bewohner und Bewohnerinnen gewährleistet. Für eine fachliche Pflege arbeiten Pflegefachkräfte in den Teams mit, damit die pflegerischen Standards gewährleistet sind und pädagogische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die nötige Hilfestellung bei pflegerischen Arbeiten erhalten. Es besteht das Bestreben, eine Pflegefachkraft nach Möglichkeit einmal am Tag im Dienst zu haben.Durch regelmäßige Fort-und Weiterbildungsangebote wird die Fachlichkeit stetig verbessert.

Aufnahmekriterien / Ausschlusskriterien

Die Menschen, die in der Einrichtung leben wollen, werden im Rahmen des Aufnahmeverfahrens in unterschiedliche Leistungstypen und Hilfebedarfsgruppen eingestuft (Einstufung nach Metzler).Mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe wurden für die unterschiedlichen Leistungstypen und deren jeweilige Hilfebedarfsgruppen im Rahmen einer Vergütungsvereinbarung Kostensätze vereinbart. Eine Beschreibung der unterschiedlichen Leistungstypen und Hilfebedarfsgruppen finden Sie in der Anlage. Es werden Menschen in der Wohnstätte aufgenommen, die einem der für die Einrichtung genehmigten Leistungstypen zugeordnet werden können.Für einzelne Personen muss eine Aufnahme in eine der Wohngruppen leider ausgeschlossen werden. Dieser Ausschluss gilt insbesondere für Menschen, die

  • durch massives fremdaggressives oder autoaggressives Verhalten sich selbst, Mitbewohner und Mitarbeiter des Wohnhauses gefährden
  • eine ständige Anwesenheit einer Pflegefachkraft benötigen, da sie einen besonderen Pflegebedarf haben
  • einen besonderen pflegerischen und/oder medizinischen Bedarf haben, welcher durch das in der Einrichtung tätige Personal nicht gedeckt werden kann
  • eine im Vordergrund stehende psychische Erkrankung haben oder bei denen eine Suchterkrankung vorliegt
  • auf Grund einer Gefährdung durch Weglauftendenzen geschlossen untergebracht werden müssen.