Minden

Neugierig Übersicht

Zur Einstimmung auf eine besinnliche Weihnachtszeit, gehört ein Besuch des Weihnachtsmarktes dazu. In diesem Jahr wünschten sich Bewohner der Lebenshilfe Wohnstätte einen Ausflug auf den Weihnachtsmarkt in Hannover zu veranstalten. Nach langem Warten war es am 2. Advent endlich soweit. Der Weihnachtsmarkt ist direkt am Hauptbahnhof gelegen und so mit dem Zug gut zu erreichen.

Zunächst hat sich die Gruppe mit Kaffee und einer Kleinigkeit zu Essen gestärkt, bevor der Weihnachtsmarkt besucht wurde. Was natürlich nicht fehlen darf auf dem Weihnachtsmarkt sind Glühwein und Punsch, für jeden Geschmack war etwas dabei. Zwischen Schmalzkuchen und Bratwurst wurde nach Herzenslust geschlemmt. Die Kleinen Buden und Geschäfte am Bahnhof laden zum Shoppen ein. Überall gab es etwas zu sehen und die schöne Beleuchtung der Fußgängerzone und des Weihnachtsmarktes ließen Weihnachtsstimmung aufkommen. In der Mitte der Fußgängerzone befand sich eine große Weihnachtspyramide. Darin konnte man warme Getränke und Speisen zu sich nehmen. Die Rückreise wurde durch eine Störung der Bahn etwas verzögert, jedoch konnte dies die schöne Zeit auf dem Weihnachtsmarkt nicht trüben. Für die Gruppe war es ein schönes und besonderes Erlebnis und für jeden empfehlenswert.


Minden. Mindens stv. Bürgermeisterin Ulrieke Schulze nahm am Aktionstag der Lebenshilfe NRW und Lebenshilfe Minden vergangenen Samstag in der Drabertstraße 21 teil.

„Dieser Tag war grandios, von der Stimmung, von den Begegnungen, vom Wetter.“ Johanna Hopmeier, Leiterin der Wohnstätte Minden der Lebenshilfe NRW, war begeistert. Passend zum Motto „Sommer, Sonne, gemeinsam sein“ des Aktionstages nahm auch Mindens stv. Bürgermeisterin Ulrieke Schulze aktiv teil und interessierte sich auch für die Lebenshilfe als Einrichtung, die dieses Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert, und deren Angebote.

Ein Aktionstag, der durch die Aktion Mensch gefördert wurde, für die ganze Familie: So entstanden in der Fotobox tolle Bilder von Kindern und Erwachsenen. Anschließend wurden die Bilderrahmen selbst gestaltet und konnten mit nach Hause genommen werden. Wer am Glücksrad drehte, hatte die Chance auf einen Preis. Die Schreibwerkstatt der Wortfinder machte es möglich, dass gemeinsam Geschichten geschrieben wurden.

„Mit einer Postkartenaktion wollten wir die Möglichkeit schaffen, dass die Besucher neue Kontakte knüpfen“, sagte Johanna Hopmeier. Und so kam es auch. Hopmeier: „Es gab tolle Kontakte. So hatten einige Besucher Interesse an ehrenamtlichen Tätigkeiten, andere wiederum wünschten sich ehrenamtliches Engagement.“ Für Stimmung sorgten die inklusive Band „Better It“ aus Altenbeken sowie die Trommelgruppe und der Chor der Lebenshilfe Minden e.V., der mit dem Chor der Wohnstätte gemeinsam auftrat. Johanna Hopmeier: „Für die kommenden 20 Jahre wünsche ich mir, dass es mehr Begegnungen zwischen den Menschen gibt und weniger Vorurteile.“


Gemeinsam für Gleich-Berechtigung stark machen!
Der 5. Mai ist der Europäische Protest-Tag zur Gleich-Stellung von Menschen mit Behinderung. Das Motto 2017: „Wir gestalten unsere Stadt!“

Große Dinge beginnen mit kleinen Gesten!
Am 5. Mai starteten vier Protest-Züge. Das Motto „Sag´s durch die Blume.“ Mit lauter Musik und viel guter Laune ging es los! Zur Mit-Gestaltung und Verschönerung der Stadt wurden 300 Blumen in der Umgebung an Nachbarn, Freunde und Passanten übergeben.

Feiern verbindet!
Am 12. Mai fand ein gemeinsames Fest statt. Denn wie können besser Gemeinsamkeiten festgestellt werden, als bei Musik, Tanz und Sonnenschein!

Wir danken allen für die tollen Begegnungen und hoffen, dass wir uns bald wiedersehen!

ie Bewohner und Nutzer der Lebenshilfe Wohnen NRW.
Vor Ort in Minden!

Johanna Hopmeier


Tagung zur Teilhabe und Selbstbestimmung bei der Lebenshilfe NRW

Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung: Die Auseinandersetzung mit diesen Themen war das Ziel der Veranstaltung im Februar in Haus Bröltal in Ruppichteroth. Die erste Tagung mit dem Titel „Unsere Stimme wird lauter“ fand 2015 statt. Im darauffolgenden Jahr wurde mit den Ergebnissen in unterschiedlichen Ebenen weitergearbeitet. Unter anderem fanden zur Vorbereitung der zweiten Tagung zwei Workshops statt, um die Veranstaltung inklusiv vorzubereiten.

„Wie wird Selbstbestimmung und Inklusion in anderen europäischen Ländern umgesetzt?“ Der Tag begann mit einem Impulsreferat, bei dem mehr als 60 Personen anwesend waren. Anhand der Länder Türkei und England setzten sich die Teilnehmer mit Fragestellungen auseinander, was für sie persönliche Selbst- und Mitbestimmung ist und welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Meine Rechte im BTHG

Die Fragen zur Mitbestimmung und Partizipation wurden in Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten bearbeitet, so beispielsweise zu den Themen Mitbestimmung in der Politik, Persönliche Zukunftsplanung, meine Rechte im BTHG und einem Workshop mit dem Titel „Musik verbindet die Welt“.

Die Tagung wird zurzeit ausgewertet. Die Ergebnisse werden dem Geschäftsführer der Lebenshilfe NRW, Herbert Frings, von Teilnehmern der Tagung offiziell übergeben. 


Lebenshilfe Minden zeigt theaterpädagogisches Präventionsprogramm in leichter Sprache für Menschen mit Behinderung.

Die Lebenshilfe Minden zeigte an zwei Tagen im Januar 2017

das Theaterstück „Ja! und Nein! und Lass das sein!“.

Es handelte sich um ein theaterpädagogisches Präventionsprogramm in leichter Sprache für Menschen mit geistiger Behinderung.

"Nicht über uns ohne uns!“ lautet der Leitgedanke der UN-Behindertenrechtskonvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung. J

eder Mensch, ob mit oder ohne Behinderung, hat das Recht, über körperliche Nähe selber zu entscheiden. Das Recht von Menschen mit Behinderung, über ihren Körper und ihre Sexualität zu bestimmen, muss ganz besonders geschützt werden.

Denn sie werden immer noch häufig Opfer von sexuellem Missbrauch.

Im Austausch mit Fachleuten aus Integrationsprojekten hat die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück vor diesem Hintergrund das zweiteilige Theaterprogramm „Ja! und Nein! und Lass das sein!“ speziell für Menschen mit Behinderung entwickelt.

Mit theaterpädagogischem Spiel, einfacher Sprache und viel Interaktion wurde gemeinsam die Erfahrung gemacht, dass jeder Mensch körperliche Grenzen hat. Und es wurde herausgefunden, wie diese erkannt, beschützt und verteidigt werden können – ganz egal, wer sie überschreitet!  


Ankommen und faullenzen.

Ausschlafen und bis Nachmittags frühstücken.

Gemeinsam lachen bis die Tränen fließen.

Gemeinsam über wichtige Dinge sprechen und Konflikte austragen.

Sich gegenseitig unterstützen, aber auch zur Selbstständigkeit ermuntern.

Sich auf einem Konzert von der Musik so sehr überwältigen lassen und vor Freude weinen.

Laut Lieder mitsingen, ohne den Text zu kennen und trotzdem Spaß dabei zu haben.

Die künstlerische Seite in sich entdecken und Gegenstände für die Zukunft erschaffen.

Geheimnisse haben und Gemeinsamkeiten teilen.

Neugierde aushalten und sich überraschen lassen.

Ins Meer springen und alle Fünfe von einen strecken und den Wellen lauschen.

Nicht immer daran denken was die anderen von einem erwarten, sondern das machen worauf wir Lust haben.

Sich gegenseitig Mut machen.

Das bedeutet für UNS Urlaub!!!

 

Jan Schröder, Denise Engelhart, Florian Röhm, eine weitere Person und Johanna Hopmeier


Inklusion, Teilhabe, Mitbestimmung – Alles Begriffe, die in der Wohnstätte in Minden von Bedeutung sind. Seit Februar unterstützt Frau Katja Klose als „Inklusionslotsin“ BewohnerInnen  und  MitarbeiterInnen dabei das Thema weiter zu bewegen und Ideen und Projekte umzusetzen. Dabei ist es unerlässlich, die entwickelten Ideen und Projekte nicht nur für die Menschen, die in der Wohnstätte leben und arbeiten  anzubieten, sondern auch für alle Interessierten. Eine Idee, die gemeinsam mit dem Bewohnerbeirat entstand, war der Teilhabe-Stammtisch. Dieser hat im November das erste Mal statt gefunden. Doch wie kam es dazu und was ist das überhaupt?

Bewohner-Versammlungen sind wichtig, damit alle zu Wort kommen und ihre Leben selbst bestimmen! Damit jeder zu einem Thema seine Meinung sagen kann und niemand übersehen oder überhört wird. Aber Bewohner-Versammlungen mit allen sind lang und laut. Bewohner-Beirats-Versammlungen sind da schon leiser, weil weniger Menschen dabei sind. Und weil weniger Menschen reden, ist man auch schneller fertig.

Aber immer nur den Bewohner-Beirat zu  fragen, wenn es um die Teilhabe geht?! Natürlich vertritt der Beirat die Bewohner. Aber Teilhabe heißt ja auch, selbst gefragt zu werden, oder? So entstand die Idee des Teilhabe-Stammtisches. Einmal im Monat trifft man sich zu einem festen Termin. Und jeder der Lust hat, etwas zu sagen und mit anderen über verschiedene Themen sprechen möchte, darf kommen. Und wer keine Lust hat, muss nicht kommen. Auch das ist Teilhabe. Nein sagen zu dürfen.

Auf der Bewohner-Versammlung einigten wir uns auf den ersten Mittwoch im Monat. Am 2. November war es dann endlich soweit. Mit gekühlten Getränken und einem kleinen Snack starteten wir in eine Ideen-Sammlung zu einer Silvesterfeier. Damit jeder zu Wort kam und auch zu Ende reden konnte, hatten wir vorher ein paar kleine Regeln ausgemacht, die kamen aber bei allen gut an.Viele Ideen konnte man miteinander kombinieren und so entstand am Ende eine gute und doch volle Liste an Wünschen für die diesjährige Silvesterfeier. Silvester feiern so wie ich es will, das war das Motto des Teilhabe-Stammtisches im November.

Im Dezember wollen wir uns wieder treffen. Dann werden wir über andere Dinge sprechen, die mit Teilhabe zu tun haben. Was bedeutet Teilhabe für mich? Was bedeutet Teilhabe für Dich? Auch hier hat jeder bestimmt viel zu erzählen. Möchten auch Sie mitreden? Alle sind immer herzlich willkommen! Ob alt, oder jung, ob Sie eine Behinderung haben oder nicht. Kommen Sie und diskutieren Sie mit uns über Themen, die alle Menschen beschäftigen und zu denen jeder was zu sagen hat. Seien Sie ein Teil dieser bunten Runde! Jeden 1. Mittwoch im Monat. Kommen sie einfach vorbei, wir freuen uns auf Sie. Für genauere Informationen rufen Sie uns an.

Die Bewohner und Mitarbeiter des Huas Lebenshilfe Minden


Am 05.10.2016 fuhren Bewohner und Mitarbeiter, zusammen mit der Lebenshilfe Minden e.V., zur Demonstration gegen das Bundesteilhabegesetz nach Düsseldorf.

Auf selbst gestalteten Plakaten und Schildern wurden die Forderungen für ein besseres Bundesteilhabegesetz deutlich gemacht.

Nach der Demonstration wurden die Teilnehmer aus Minden von Herr Ernst-Wilhelm Rahe, MdL von der SPD in den Landtag eingeladen.

Herr Rahe nahm sich viel Zeit um sich die einzelnen Anliegen der Menschen mit Behinderung anzuhören. Es wurde über viele Themen gesprochen und diskutiert wie zum Beispiel Inklusion, den Abgeordnetenalltag, Grundsatzfragen der Politik und des Lebens.


Seit geraumer Zeit wird fleißig an einem neuen Gesetz gefeilt. Dieses heißt Bundes-Teilhabe-Gesetz. Es soll die Teilhabe an der Gesellschaft für Menschen mit Behinderung ermöglichen und vereinfachen.

In einigen Punkten legt es dabei gute Maßstäbe an, doch an manchen Stellen produziert dieses Gesetz Ausgrenzung statt Teilhabe. Die Lebenshilfe fordert eine Überarbeitung dieser Punkte und bezieht ganz klar Stellung, welche unter www.lebenshilfe.de/bthg/ nachzulesen ist.

Viele Menschen wissen gar nicht, dass dieses Gesetz kommen soll und schon gar nicht, was es beinhaltet. Um diese Menschen zu erreichen, organisierte die Wohnstätte Minden zusammen mit dem Ortsverein Lebenshilfe Minden e.V. einen Infostand in der Mindener Innenstadt, direkt an der beliebten Martinitreppe.

Mit verschiedenen Infomaterialien, u.a. Postern und Postkarten und in Gesprächen wurde auf die Verschlechterungen aufmerksam gemacht, die auf Menschen mit Behinderung zukommen würden. Mit der Verteilung von frischem Popcorn und Schuhlöffeln wollten wir zusätzlich Interesse wecken und Menschen zum Stehenbleiben und Nachfragen animieren.

Um 11.11 Uhr trafen regionale Politiker ein, welche aufgrund ihrer Sommerpause auch in ihrer Region anzutreffen waren. Diese Entscheidungsträger zu informieren und für unsere Sache zu gewinnen, war die zweite wichtige Aufgabe dieses Tages.

Als Vertreter der Politik waren nachfolgende Personen anwesend: Frau Inge Howe (SPD), Frau Kristin Korte (CDU), Herr Ernst-Wilhelm Rahe (SPD),Achim Post (SPD) , sowie Sozialdezernent Hans-Jörg Deichholz (CDU) und die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Minden Ulrike Schulze (SPD).

Es fand ein reger Austausch auf Augenhöhe zwischen den Vertretern der Politik, Menschen mit Behinderungen und den Vertretern der Lebenshilfe statt. Die Menschen mit Behinderung konnten anhand eigener Beispiele die Brisanz und Ungerechtigkeit des neuen Teilhabe-Gesetzes aufzeigen.

Unter den Selbstvertretern befand sich der Lebenshilferat, sowie Vertreter der Wohnstätte und des Bewohnerbeirates der Wohnstätte.

Nach einem rein theoretischen Austausch durften die Gäste aus der Politik auch noch am eigenen Leib erfahren, welche Auswirkungen das neue Gesetz haben kann. Beim sogenannten „Poolen von Leistungen“ sollen Kosten eingespart werden, indem mehrere Menschen mit Unterstützungsbedarf gemeinsam unterstützt werden sollen, sprich: individuelle Wünsche können nicht richtig berücksichtig werden.

Um die Einschränkungen durch dieses Gesetz aufzuzeigen, wurden Vertreter der Politik, Menschen mit Behinderung, sowie einige Vertreter der Lebenshilfe mit einem Seil aneinander gebunden und dieser „Pool“ von Menschen sollte nun Eis essen gehen. Blöd nur, dass manche lieber einen Cappuccino wollten, oder lieber in eine andere Eisdiele gehen wollten oder einfach etwas mehr Aufmerksamkeit und Betreuung einforderten. Doch warum individuelle Wünsche beachten und erfüllen, wenn man Geld und Assistenz durch Pooling einsparen kann?

In der Hoffnung, dass möglichst viele Menschen nun gesehen und zum Teil auch erlebt haben, welche Auswirkungen der Entwurf des neuen Bundesteilhabegesetz auf einen Teil unserer Mitbürger haben kann, gingen wir mit einer Bilanz von ca. 8 kg verteiltem Popcorn, einer Liste an Unterschriften und unzähligen verteilten Postkarten zufrieden nach Hause.

Noch ist es nicht zu spät! Unterschreiben auch SIE unsere Petition noch heute:

#TeilhabeStattAusgrenzung

Artikel von Katja Klose und Natascha Neumann