Minden

Wohneinrichtung Minden

Beschreibung der Lage

Die Wohnstätte Haus Lebenshilfe Minden liegt 1500 m nördlich der Innenstadt von Minden. In unmittelbarer Nähe (600m) zur Wohnstätte ist eine Sparkasse, ein Cafe eine Eisdiele, ein Drogeriemarkt, ein Imbiss sowie ein Obst- und Gemüsehandel. In einem Einkaufzentrum – ungefähr 1,5 km entfernt- befindet sich auch eine Bäckerei, eine Post, ein Frisör, ein Zeitschriftenladen, eine Textilreinigung und ein Schlüsseldienst. In der Nähe des Einkaufszentrums sind ein Supermarkt, ein Schuhgeschäft, ein Bekleidungsgeschäft und eine Volksbank. Die nächste Apotheke ist 1,5 km von der Wohnstätte entfernt. Dort ist auch ein Ärztehaus. Die Innenstadt von Minden ist mit dem Bus gut zu erreichen. Eine Haltestelle ist ungefähr 50 m von der Wohnstätte entfernt. Ein Parkgürtel und der Mittellandkanal liegen in der Nähe der Wohnstätte und bieten schöne Spazierwege an. Ein öffentliches Schwimmbad ist in einem Kilometer Entfernung.

Beschreibung der Wohnform

Im Haus Lebenshilfe Minden leben 26 Menschen mit einer geistigen Behinderung, die einen Anspruch auf Eingliederungshilfe nach SGB XII haben oder Selbstzahler sind. Zwei Bewohner wohnen im Rahmen des Stationären Einzelwohnen (SEW) in einer externen Wohnung. Die Wohnstätte hat drei Etagen und auf jeder Etage ist eine Wohngruppe. In Gruppe 1 und 2 leben jeweils 10 Bewohner. Im Jahr 2008 wurde das Haus umgebaut. Die beiden Gruppen wurden räumlich geteilt, so dass jeweils 2 kleine Gruppen mit 5 Bewohner/Bewohneriinen entstanden. In Gruppe 3, die als „Wohnschule“ konzipiert ist, leben 5 Bewohner. Hier wohnen die Bewohner, deren Ziel es ist, einmal in eine eigene Wohnung zu ziehen. Die zwei Bewohner im SEW werden von dem Mitarbeiterteam der Gruppe 3 betreut. Im Haus Lebenshilfe Minden gibt es nur Einzelzimmer, welche von den BewohnerInnen individuell gestaltet werden können. In der ersten Etage teilen sich 5 Bewohner auf der rechten Haushälfte eine große Wohnküche, eine großes Bad (Rollstuhlgerecht) und ein kleines Bad mit ebenerdiger Dusche. Die anderen 5 Bewohner teilen sich in der linken Haushälfte eine kleine Küche, ein Wohnzimmer mit Essecke, ein Bad mit Badewanne (keine Pflegewanne) und ein Bad mit Dusche. Auf der Etage befinden sich ein Dienstzimmer und ein Hauswirtschaftsraum. In der zweiten Etage teilen sich 5 Bewohner auf der rechten Haushälfte eine große Wohnküche, eine großes Bad (Rollstuhlgerecht) und ein kleines Bad mit ebenerdiger Dusche. Die anderen 5 Bewohner teilen sich in der linken Haushälfte eine kleine Küche, ein Wohnzimmer mit Essecke, ein Bad mit Badewanne (keine Pflegewanne) und ein Bad mit Dusche. Auf der Etage befindet sich ein Dienstzimmer und ein Hauswirtschaftsraum. Im Erdgeschoss / Hochparterre teilen sich 5 Bewohner eine und zwei Bäder mit ebenerdiger Dusche. Auf der Etage befindet sich ein Hauswirtschaftsraum. Der Keller und der Boden sind über eine Treppe zu erreichen. Alle Wohngruppen sind über einen Aufzug zu erreichen.

Außenanlage

Hinter der Wohnstätte ist ein gemütlicher Garten mit Grillplatz. Das Haus Lebenshilfe Minden verfügt über eine Mehrzweckhalle. Diese ist mit Küche, Abstellraum und Sanitäreinrichtungen ca. 95 m² groß. Sie ist mit einer Musikanlage bestückt und kann nach Absprache von den Bewohnern/Bewohnerinnen genutzt werden.

Wäschereinigung/-pflege und Zimmerreinigung/-pflege

Entsprechend der pädagogischen Ausrichtung der Wohnstätte werden die Bewohner und Bewohnerinnen im Rahmen der individuellen Fähigkeiten an allen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten beteiligt oder bei der selbstständigen Ausführung unterstützt. Dazu gehören u.a. folgende Aufgaben: 

  • Zimmerreinigung und Zimmerpflege 
  • Wäschereinigung und Wäschepflege (keine chemische Reinigung) 
  • regelmäßige Reinigung der öffentlichen Räume.

Stellvertretend werden selbstverständlich alle Aufgaben von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen übernommen, die von den Bewohnern und Bewohnerinnen nicht ausgeführt werden können.

Bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten orientieren sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an den hygienischen Standards, die im Hygienerahmenplan der Einrichtung beschrieben sind. Alle Wohngruppen verfügen über Waschmaschinen und Wäschetrockner.

Verpflegung

In der Wohnstätte werden folgende Mahlzeiten angeboten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Zwischenmahlzeiten. Die Wünsche der Bewohner und Bewohnerinnen werden so weit wie möglich berücksichtigt. Das Einkaufen der Lebensmittel, die Zubereitung der Speisen, das Tisch decken und abräumen werden ebenfalls mit den Bewohnern und Bewohnerinnen gemeinsam erledigt. Besonderheiten bei der Ernährung wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Diabetes oder Ähnliches werden bei der Speiseplanung wenn möglich gerne berücksichtigt.

Personalstruktur

Die Bewohner werden hauptsächlich von pädagogischen und pflegerischen Fachpersonal begleitet, das in multidisziplinären Teams bestehend aus z. B. Heilerziehungspfleger/innen, Heilpädagogen/innen Erzieher/innen, Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagogen/innen oder Krankenschwestern/-pfleger zusammenarbeitet. Die Mitarbeiter jeder Wohngruppe bilden ein Team. Unterschiedlich qualifizierte und angelernte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten hier zusammen, um im Rahmen von interdisziplinärem Miteinander die höchstmögliche Qualität der Begleitung und Hilfestellung für die einzelne Bewohnerin und den einzelnen Bewohner zu erlangen. Zudem bietet die Einrichtung Schülern die Möglichkeit, ein Schul- oder Berufspraktikum oder auch ein Anerkennungsjahr für das Berufsbild des/r Heilerziehungspflegers/-pflegerin zu absolvieren. Um einen reibungslosen Alltagsablauf in der Einrichtung gewährleisten zu können, wird die alltägliche Arbeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Gruppendienst durch eine Mitarbeiterin in der Verwaltung sowie durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Haustechnik und des Reinigungsdienstes unterstützt

Freizeitaktivitäten

Jeder Bewohner und jede Bewohnerin wird darin unterstützt Freizeit individuell und nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen gestalten zu können. Angebote in und außerhalb der Wohnstätte sollen dazu beitragen vielfältige Aktivitäten zu ermöglichen. Zum Teil fallen hier jedoch zusätzliche Kosten an, die von den Bewohnern und Bewohnerinnen getragen werden müssen.

Aufnahmekriterien / Ausschlusskriterien

Die Menschen, die in der Einrichtung leben wollen, werden im Rahmen des Aufnahmeverfahrens in unterschiedliche Leistungstypen und Hilfebedarfsgruppen eingestuft (Einstufung nach Metzler). Mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe wurden für die unterschiedlichen Leistungstypen und deren jeweilige Hilfebedarfsgruppen im Rahmen einer Vergütungsvereinbarung Kostensätze vereinbart. Eine Beschreibung der unterschiedlichen Leistungstypen und Hilfebedarfsgruppen finden Sie in der Anlage. Es werden Menschen in der Wohnstätte aufgenommen, die einem der für die Einrichtung genehmigten Leistungstypen zugeordnet werden können. Für einzelne Personen muss eine Aufnahme in eine der Wohngruppen leider ausgeschlossen werden. Dieser Ausschluss gilt insbesondere für Menschen, die 

  • durch massives fremdaggressives oder autoaggressives Verhalten sich selbst, Mitbewohner und Mitarbeiter des Wohnhauses gefährden 
  • eine ständige Anwesenheit einer Pflegefachkraft benötigen, da sie einen besonderen Pflegebedarf haben 
  • einen besonderen pflegerischen und/oder medizinischen Bedarf haben, welcher durch das in der Einrichtung tätige Personal nicht gedeckt werden kann 
  • eine im Vordergrund stehende psychische Erkrankung haben oder bei denen eine Suchterkrankung vorliegt 
  • auf Grund einer Gefährdung durch Weglauftendenzen geschlossen untergebracht werden müssen.

In der Wohnstätte Haus Lebenshilfe Minden können nur eine bestimmte Anzahl Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, aufgenommen werden.