Köln

Wohneinrichtung Köln

Beschreibung der Lage

Die Wohnstätte Haus Lebenshilfe - Franz Goebbels liegt am nördlichen Stadtrand Kölns im Stadtteil Volkhoven/Weiler. Von der Wohnstätte ausgehend erreicht man in jeweils ca. 10 Minuten Fußweg verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, wie einen Supermarkt, Drogeriemarkt, Bäckereien und einen Kiosk. In unmittelbarer Umgebung der Wohnstätte befinden sich ein Restaurant und ein Pizza-Lieferservice. Der angrenzende Stadtteil Chorweiler ist fußläufig (ca. 15 Minuten) oder mit zwei Buslinien zu erreichen. In diesem Stadtteil befindet sich ein Einkaufszentrum mit diversen Geschäften, einer Sparkasse, der Vertragsapotheke, einem Ärztehaus und dem zuständigen Rathaus. Ebenfalls in Chorweiler sind Haltestellen der U-Bahn Linie 15 und der S-Bahn Linie 11, mit denen man die Kölner Innenstadt bequem erreicht. Mit dem Auto erreicht man diese in einer Fahrzeit von ca.15 Minuten. Umgeben ist der Stadtteil von Feldern, die dem biologischen Anbau dienen und diversen Waldgebieten. Im östlichen Teil befindet sich der Fühlinger See mit Badestellen und einer Regattabahn. Weitere Freizeitmöglichkeiten bieten ein Schwimm- und ein Thermalbad sowie Reha-Sport-Angebote in gut erreichbaren Turnhallen. Das Stadtgebiet Kölns bietet zudem eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten, wie die Oper, mehrere Theater, der Kölner Zoo und das in Brühl gelegene Phantasialand.

Beschreibung der Wohnform

In der Wohnstätte Haus Lebenshilfe - Franz Goebbels leben 24 Menschen mit einer geistigen Behinderung ausschließlich in Einzelzimmern. Zudem hält die Einrichtung ein Zimmer im Rahmen der Verhinderungspflege vor. Als pädagogische Grundlage der Arbeit ist die Individuelle Hilfeplanung (IHP) zu sehen, die in Zusammenarbeit mit jeder Bewohnerin und jedem Bewohner einmal jährlich erstellt wird. Mit Hilfe der IHP wird der unterschiedliche Unterstützungsbedarf sowie durch Zielvereinbarungen Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt. Grundsätzlich verfolgen die Ziele der IHP das Gesamtziel, weitestgehend unabhängig von Unterstützung und Pflege zu werden und weitestgehend selbständig zu leben. Dabei wird der Grundsatz „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ im positivsten Sinne von Selbstbestimmung verfolgt. Die Bewohnerinnen und Bewohner leben in drei voneinander getrennten Wohngruppen mit jeweils acht Personen. Alle Wohngruppen haben einen eigenen Gemeinschaftsraum, bestehend aus Essbereich und Wohnzimmer. Jede Gruppe bietet zudem in einer umfassend eingerichteten Küche die Möglichkeit zur Selbstversorgung. Zwei Wohngruppen halten ein großes Badezimmer vor, mit einer höhenverstellbaren Badewanne und einer Dusche. Jeweils zwei Einzelzimmer teilen sich zudem ein Duschbad. Alle Zimmer und Bäder sind barrierefrei zugänglich und eingerichtet. Die Wohnstätte unterhält zudem einen Aufzug, mit dem das Obergeschoss und der Keller erreichbar sind. Die Zimmer der Bewohnerinnen und Bewohner können nach eigenem Geschmack eingerichtet werden. Bei Einzug hält die Wohnstätte für jedes Zimmer eine Grundausstattung bereit, die durch eigene Möbel ergänzt oder auch ersetzt werden kann. Jedes Bewohnerzimmer ist mit einem Fernseh-Satelliten-Anschluss und einem Telefonanschluss ausgestattet. Zwei Wohngruppen halten kleine Wäschekammern, ausgestattet mit einer Waschmaschine und einem Trockner, bereit. Für die dritte Wohngruppe befinden sich diese im Keller der Wohnstätte. Ebenfalls im Keller befinden sich eine Industriewaschmaschine und ein Industrietrockner. 

In einem großen Mehrzweck-Raum finden die Angebote der Tagesstruktur statt. Dieser Raum ist ausgestattet mit einer Stereo- und DVD-Anlage und einem Beamer. Er verfügt über eine Küche und einer angrenzenden Toilette. So kann er nach Absprache auch für Freizeitangebote, jahreszeitliche Feste oder Geburtstagsfeiern genutzt werden. Zusätzlich gibt es einen Snoezelen-Raum.

Außenanlage

Die Wohnstätte Haus Lebenshilfe - Franz Goebbels hat einen großen Garten mit verschiedenen Erholungsmöglichkeiten. Auf einer überdachten Terrasse können die Bewohnerinnen und Bewohner Zeit verbringen und z.B. Mahlzeiten zusammen einnehmen. Auf dem Gartengelände gibt es verschiedene Sitzmöglichkeiten, eine Hollywoodschaukel und zwei Hochbeete.

Der Mehrzweckraum hat einen eigenen Zugang zum Garten und eine eigene Terrasse. Der Zugang zum Garten ist vom Erdgeschoss möglich. Zwei Wohngruppen haben zudem einen eigenen Zugang zu der Terrasse und somit zum Garten. Auf dem Grundstück befindet sich des Weiteren eine Garage, die unter anderem Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder bietet. Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich nach eigenem Interesse in die Pflege des Gartens und der Beete einbringen. Die grundsätzliche Versorgung der Beete ist durch regelmäßige Einsätze einer Gärtnerei abgedeckt. 

Wäschereinigung/-pflege und Zimmerreinigung/-pflege

Entsprechend der pädagogischen Ausrichtung der Wohnstätte werden die Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen der individuellen Fähigkeiten an allen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten beteiligt oder bei der selbständigen Ausführung unterstützt. Stellvertretend werden selbstverständlich alle Aufgaben von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernommen, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern nicht ausgeführt werden können. Dazu gehören:

  • Zimmerreinigung und Zimmerpflege
  • Wäschereinigung und Wäschepflege (keine chemische Reinigung)
  • regelmäßige Reinigung der öffentlichen Räume.

Bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten orientieren sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an den hygienischen Standards, die im Hygienerahmenplan der Einrichtung beschrieben sind.

Verpflegung

In der Wohnstätte gibt es Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Zwischenmahlzeiten. Die Wünsche der Bewohner und Bewohnerinnen werden so weit wie möglich berücksichtigt. Das Einkaufen der Lebensmittel, die Zubereitung der Speisen, das Tisch decken und abräumen wird ebenfalls mit den Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinsam erledigt. Besonderheiten bei der Ernährung (z.B. Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Diabetes) werden bei der Speiseplanung gerne berücksichtigt.

Personalstruktur

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeder Wohngruppe bilden ein Team und verstehen sich als solches. Unterschiedliche Professionen arbeiten hier zusammen, um im interdisziplinären Austausch die höchstmögliche Qualität in der Begleitung und für Hilfestellung der Bewohnerinnen und Bewohner sicher zu stellen. Es ist gewährleistet, dass immer eine Fachkraft mit pädagogischer und/oder pflegerischer Ausbildung in der Wohnstätte zugegen ist. Die nächtliche Begleitung wird durch eine Nachtwache sichergestellt. An Wochenenden und Feiertagen kommt es dem individuellen Bedarf entgegen, dass die Dienste gruppenübergreifend abgedeckt werden. Somit verstehen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Wohngruppen als Gesamtteam, das durch die Haustechnik und die Hauswirtschaft unterstützt und bereichert wird.

Aufnahmekriterien / Ausschusskriterien

Die Menschen, die in der Einrichtung leben, werden in unterschiedliche Leistungstypen und Hilfebedarfsgruppen nach den Vorgaben des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) eingestuft (Einstufung nach Metzler-Bogen). Mit dem LVR wurden für die unterschiedlichen Leistungstypen und deren jeweilige Hilfebedarfsgruppen im Rahmen einer Vergütungsvereinbarung Kostensätze vereinbart. Es werden Menschen aufgenommen, die einem der für die Einrichtung genehmigten Leistungstypen zugeordnet werden können. Allerdings können Menschen nicht in die Wohnstätte einziehen, die

  • durch massives fremdaggressives oder autoaggressives Verhalten sich selbst, Mitbewohner und Mitarbeiter des Wohnhauses gefährden
  • eine ständige Anwesenheit einer Pflegefachkraft benötigen, da sie einen besonderen Pflegebedarf haben
  • einen besonderen pflegerischen und/oder medizinischen Bedarf haben, welcher durch das in der Einrichtung tätige Personal nicht gedeckt werden kann
  • eine im Vordergrund stehende psychische Erkrankung haben oder bei denen eine Suchterkrankung vorliegt
  • auf Grund einer Gefährdung durch Weglauftendenzen geschlossen untergebracht werden müssen.

Nicht jedes Zimmer ist für Rollstuhlfahrer geeignet.