Herten

Wohneinrichtung Herten

Beschreibung der Lage

Die Wohnstätte Herten befindet sich im Ortsteil Herten-Langenbochum und liegt in einem reinen Wohngebiet. Der Ortskern Langenbochum ist ca. 15 Gehminuten entfernt. Dort befinden sich Geschäfte des alltäglichen Bedarfs, ein Frisör, ein Bäcker, eine Eisdiele, Ärzte und Apotheken sowie eine Volksbank und eine Sparkasse mit Geldautomaten. Von der Wohnstätte gelangt man in 5 Gehminuten zu einer Bushaltestelle. Die Busse fahren stündlich Richtung Herten-Disteln und Herten- Mitte. Vom Ortskern Langenbochum gelangt man halbstündlich zum HBF Recklinghausen. Mit dem Auto ist die Wohnstätte sehr gut zu erreichen. Die Autobahnen A43 und A52 liegen in einer Fahrzeit von ca. 10 Minuten entfernt. Aufgrund der Stadtrandlage gibt es unterschiedliche fußläufige Naherholungsgebiete, die zum Entspannen und Erholen einladen.

Beschreibung der Wohnform

In der Wohnstätte Haus Lebenshilfe Herten leben 16 erwachsene Menschen mit einer geistigen Behinderung, die einen Anspruch auf Eingliederungshilfe nach SGB XII haben oder Selbstzahler sind. Der Unterstützungsbedarf der Bewohnerinnen und Bewohner ist unterschiedlich, in der Regel jedoch sehr umfassend. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden im Alltag von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit dem Ziel begleitet, ein möglichst selbstbestimmtes und selbständiges Leben zu führen. Den Bewohnerinnen und Bewohnern stehen zwei Doppelzimmer und zwölf Einzelzimmer zur Verfügung. Diese haben unterschiedliche Größen. Es besteht eine Aufteilung in zwei Wohneinheiten. Die sogenannte „Werkstatt-Gruppe“ liegt im Souterrain. Dort leben insgesamt 7 Menschen, die in den umliegenden Werkstätten in Herten und Recklinghausen einer Tätigkeit nachgehen. Im Erd- und Dachgeschoss wohnen 9 Menschen. Tagsüber nutzen die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Gruppe in der Regel das Angebot der Tagesstruktur. In beiden Wohngruppen gibt es jeweils ein individuell eingerichtetes gemütliches Wohnzimmer, einen Essbereich und eine Küche mit allen notwendigen Küchengeräten. Den Menschen stehen sanitäre Einrichtungen in ausreichendem Rahmen zur Verfügung. Beide Wohneinheiten haben barrierefreie Bäder mit Duschen. Es gibt eine Hubbadewanne im Erdgeschoss. Die Zimmer können nach individuellen Vorlieben und Bedürfnissen eingerichtet werden. Außerdem ist in allen Zimmern der Fernsehempfang via DVBT möglich. Die Etagen sind durch eine Wendeltreppe zu erreichen. Das Erdgeschoss ist rollstuhlgerecht. Es gibt eine Rampe, die in den Garten führt. In einem abgeschlossenen Bereich der Wohnstätte befindet sich die Tagesstruktur. Im großen Gemeinschaftsraum und im Einzelförderbereich werden täglich unterschiedliche Gruppen- und Einzelaktivitäten angeboten. Diese umfassen kreative Tätigkeiten, Bewegungsangebote, unterschiedliche Inhalte der Basalen Stimulation, die Zubereitung von Zwischenmahlzeiten sowie hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Des Weiteren werden fußläufige Naherholungsgebiete im Rahmen von Spaziergängen genutzt. Regelmäßig finden unterschiedliche Ausflüge statt. Der Snoezelen-Raum lädt zum Entspannen ein.

Außenanlage

Insgesamt hat das Haus eine Größe von ca. 400 qm. Ein großer Garten umfasst ca. 1200 qm. Man hat dort die Möglichkeit, auf zwei Terrassen zu sitzen. Die Grillhütte lädt zu Grill-Partys ein. Neben Schaukeln und diversen Klangspielen bieten eine Rasenfläche und ein großer Baumbestand Rückzugsmöglichkeiten an. An den Garten schließt ein Obstgarten mit Apfel-, Pflaumen-und Kirschenbäumen an.

Wäschereinigung/-pflege und Zimmerreinigung/-pflege

Entsprechend der pädagogischen Ausrichtung der Wohnstätte werden die Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen der individuellen Fähigkeiten an allen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten beteiligt oder bei der selbständigen Ausführung unterstützt. Stellvertretend werden selbstverständlich alle Aufgaben von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernommen, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern nicht ausgeführt werden können. Bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten orientieren sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den hygienischen Standards, die im Hygienerahmenplan der Einrichtung beschrieben sind.

Verpflegung

In der Wohnstätte werden folgende Mahlzeiten angeboten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Zwischenmahlzeiten. Die Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner werden so weit wie möglich berücksichtigt. Das Einkaufen der Lebensmittel, die Zubereitung der Speisen, das Tisch decken und abräumen werden ebenfalls mit den Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinsam erledigt. Besonderheiten bei der Ernährung wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Diabetes oder Ähnliches werden bei der Speiseplanung wenn möglich gerne berücksichtigt.

Personalstruktur

Die Bewohner und Bewohnerinnen werden hauptsächlich von pädagogischem und pflegerischem Fachpersonal in multidisziplinären Teams begleitet (z.B. HeilerziehungspflegerInnen, HeilpädagogInnen, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen oder Krankenschwestern/-pfleger). Zudem bietet die Einrichtung Schülern die Möglichkeit, ein Schul- oder Berufspraktikum oder auch ein Anerkennungsjahr für das Berufsbild Heilerziehungspfleger zu absolvieren. Um einen reibungslosen Alltagsablauf in der Einrichtung gewährleisten zu können, wird die alltägliche Arbeit durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hauswirtschaft und Haustechnik unterstützt.

Freizeitaktivitäten

Jede Bewohnerin und jeder Bewohner wird darin unterstützt, Freizeit individuell und nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen gestalten zu können. Angebote in und außerhalb der Wohnstätte sollen dazu beitragen, vielfältige Aktivitäten zu ermöglichen. Zum Teil fallen hier jedoch zusätzliche Kosten an, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern getragen werden müssen.

Aufnahmekriterien / Ausschlusskriterien

Die Menschen, die in der Einrichtung leben wollen, werden im Rahmen des Aufnahmeverfahrens in unterschiedliche Leistungstypen und Hilfebedarfsgruppen eingestuft (Einstufung nach Metzler). Mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe wurden für die unterschiedlichen Leistungstypen und deren jeweilige Hilfebedarfsgruppen im Rahmen einer Vergütungsvereinbarung Kostensätze vereinbart. Es werden Menschen in der Wohnstätte aufgenommen, die einem der für die Einrichtung genehmigten Leistungstypen zugeordnet werden können. Für einzelne Personen muss eine Aufnahme leider ausgeschlossen werden. Dieser Ausschluss gilt insbesondere für Menschen, die

  • durch massives fremdaggressives oder autoaggressives Verhalten sich selbst, Mitbewohner und Mitarbeiter der Wohnstätte gefährden
  • eine ständige Anwesenheit einer Pflegefachkraft benötigen, da sie einen besonderen Pflegebedarf haben
  • einen besonderen pflegerischen und/oder medizinischen Bedarf haben, welcher durch das in der Einrichtung tätige Personal nicht gedeckt werden kann
  • eine im Vordergrund stehende psychische Erkrankung haben oder bei denen eine Suchterkrankung vorliegt
  • auf Grund einer Gefährdung durch Weglauftendenzen geschlossen untergebracht werden müssen.

Wegen der räumlichen Gegebenheiten kann nur eine bestimmte Anzahl Menschen aufgenommen werden, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist.