Arnsberg

Wohneinrichtung Arnsberg

Auch Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner nahm an der Lebenshilfe-Veranstaltung unter dem Motto „Viva las Lebenshilfe“ teil

Bestes Wetter, leckere Cocktails, schicke Besucher – alles war bereitet für einen Casionabend der besonderen Art. Am 9. Juni hieß es „Viva las Lebenshilfe“. Im Haus der Wohnstätte in Arnsberg fand eine Reise in die Vergangenheit statt. Mit der Unterstützung von Aktion Mensch wurde das Haus in ein Casino verwandelt, wie es früher war. Im alten Tanzsaal des ehemaligen Casinos konnte am Roulett-, Poker- und Würfeltisch gezockt werden. Auch Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner gesellte sich unter die Besucher.

Das Haus der Wohnstätte in Arnsberg gab es lange bevor es zur Lebenshilfe gehörte. Ein Mann namens Karl Kerlen ließ das Haus in den 1880er Jahren für sich und seine Familie erbauen. Er war ein hoch angesehener Major beim Militär und Mitbegründer der Casinogesellschaft. Als beide Eltern starben, verkaufte der älteste Sohn der Familie das Haus an die Wehrmacht. 1950 wurde es zu einem Casino für belgische Offiziere im Kalten Krieg. Mit dabei war auch die (angeheirateten) Enkelin des Hausbauers, die den Besuchern die Geschichte zum Haus erzählte.


LIONS-Club Neheim-Hüsten

Pressemitteilung LC Neheim-Hüsten

Das Haus Lebenshilfe ist eine Wohneinrichtung für Menschen mit unterschiedlichen Stufen einer geistigen Behinderung. In 4 Wohngruppen leben 30 Bewohner in der Einrichtung, die Ihnen eine Tagesstruktur vermittelt und eine liebevolle Betreuung bietet.

Seit der Gründung der Wohneinrichtung engagiert sich der Lions-Club Neheim-Hüsten dort und hilft bei der Finanzierung von Projekten und Maßnahmen. Ein Höhepunkt für viele der Bewohner ist der jährlich vom Lions-Club organisierte Rundgang auf der Hüstener Kirmes, bei dem man ausnahmslos in glänzende Augen schauen kann!

Vor knapp 2 Jahren kamen die beiden Managerinnen der Wohneinrichtung Sabrina Minieri und Hedy Vohle auf den Lions-Club zu, ob die Finanzierung zweier barrierefreier Terrassen vor dem Haus unterstützt werden könne. Der Lions-Club übernahm in Person von Stephan Häger die Planung, Gestaltung und Ausführung des Projektes und unterstützte den Terrassenbau mit 15 TEUR und weiteren Einzelsachspenden, wie Außenleuchten, Schotter oder Absturzsicherungen.

Bewohner und Betreuer sind begeistert von dem Ergebnis, das gerade in diesem Sommer eine enorme Bereicherung der Wohnqualität im Außenbereich der Anlage erbracht hat! Mit einem leckeren Grillen und Umtrunk wurden die Terrassen jetzt gemeinsam von Sabrina Minieri und Lions-Präsident Rolf Niermann offiziell eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben.

Der Lions-Club Neheim-Hüsten nutzte diese Gelegenheit, um sich noch einmal bei dem leider viel zu früh verstorbenen Dr. Bernhard Engel zu bedanken, der lange als Schatzmeister des Clubs diente und immer ein großer Förderer der Unterstützung der Lebenshilfe war. Selbst anlässlich seines Todes vor knapp 2 Jahren hatte er noch verfügt, anstelle von Kranz- und Blumenspenden über den Lions-Förderverein für das Projekt der Lebenshilfe zu spenden. Dem kam der Club gerne nach und hat alle eingegangenen Gelder für dieses Projekt eingesetzt. Zu seinem Gedenken wurde jetzt eine kleine Gedenktafel an einer der Terrassen angebracht, die während der Eröffnung im Beisein von seiner Frau Veronika Engel enthüllt wurde. Der Engel hat bestimmt von oben stolz zugesehen!


23.07.2018
Hubertus Kaiser
LC Neheim-Hüsten


Das Haus der Wohnstätte in Arnsberg gab es schon lange bevor es zur Lebenshilfe gehörte. Ein Mann namens Karl Kerlen ließ das Haus in den 1880er Jahren für sich und seine Familie erbauen. Er war ein hoch angesehener Major beim Militär und Mitbegründer der Casinogesellschaft.

Als beide Eltern starben, verkaufte der älteste Sohn der Familie das Haus an die Wehrmacht und 1950 wurde es zu einem Casino für belgische Offiziere im Kalten Krieg.

Diese Casinozeit möchten wir am 09.06.2018 wieder aufleben lassen.

Mit der Unterstützung von Aktion Mensch werden wir unter dem Motto „Viva las Lebenshilfe“ in die Vergangenheit reisen und das Haus in ein Casino verwandeln, wie es früher war. Jeder, der für einen Tag mal in der Vergangenheit leben möchte ist herzlich eingeladen, an dieser Zeitreise teilzunehmen.


Die Lebenshilfe Wohnen NRW gGmbH ruft, unterstützt von Aktion Mensch, ein neues Projekt ins Leben. Geplant ist eine Fußballmannschaft, bestehend aus einigen Bewohnern der Wohnstätte in Arnsberg und interessierten Menschen mit Behinderung ab einem Alter von 16 Jahren. Das Projekt soll das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch Freizeitgestaltung stärken.

Ziel ist es, am Spielbetrieb teilzunehmen und somit die Möglichkeit zu haben, gegen andere Mannschaften Fußball zu spielen. Das Training findet jeden Donnerstag von 19:00-21:00 Uhr auf dem Sportplatz des kooperierenden Fußballvereines SV Arnsberg 09 statt. Es wird von einem lizensierten Fußballtrainer, Mino Minieri, der auch gleichzeitig Heilerziehungshelfer und Mitarbeiter bei der Lebenshilfe ist, durchgeführt. Trikots und Trainingsanzüge werden zur Verfügung gestellt.


Der Mann, der dieses Haus hat bauen lassen hieß Karl Hermann Adolf Kerlen. Er war ein hoch angesehener Major und reiste gerne und viel.

Im Jahre 1881 kam er mit seiner  Frau Lina nach Arnsberg, weil ihm der Wald sehr gut gefiel. Sie wohnten zuerst in einer kleinen Wohnung auf der Königsstraße.

Als Lina’s Vater starb, kauften sie mit dem geerbten Geld einige Grundstücke im Eichholz und ließen dort ihre Villa im italienischen Stil bauen.  Die Familie legte einen riesigen Park um ihr Haus an, mit Bäumen aus Amerika, welche Karl von seinen Reisen mit brachte. Das Haus bezogen sie 1883 dann mit ihren zwei Kindern Kurt und Karla, ein paar Jahre später kam der jüngste Sohn Gert auf die Welt.

Mit ihren Nachbarn hatte die Familie anfangs Ärger, weil die großen Glasscheiben des Hauses für Kinder als Zielscheibe gedient haben sollen. Um dieses Problem zu lösen, machte Karl Kerlen klar, dass er Jäger war und gut schießen könne. Dazu versuchte er, sich in der Nachbarschaft mit Hilfe von kleinen Geschenken beliebter zu machen.

Karl war Mitbegründer der Casinogesellschaft und mischte sich oft in Angelegenheiten des Stadtrates ein. Er und seine Familie reisten oft in warme Länder, wie Italien oder Nordafrika weil Karl Rheuma hatte und es in der Kälte nicht so gut aushielt.

Nach seinem Tod übernahm seine Frau Lina das Haus, welches übrigens damals noch die Hausnummer 16 hatte und nicht 64. Lina beherbergte noch bis in die 1930er Jahre Gäste. Insbesondere Künstler, deshalb wird vermutet dass das Haus voll mit teuren Kunstwerken war. Außerdem erfand Lina das Kinderschützenfest, welches es heute noch gibt.

Als Lina dann starb, erbte der älteste Sohn, Kurt das Haus. Jedoch kam er mit dem großen Garten nicht zurecht und verkaufte das ganze Grundstück schließlich an die Wehrmacht.

Von 1950 bis 1970 herum wurde das Haus dann als Casino für belgische Offiziere, die zu der Zeit in Arnsberg stationiert waren genutzt. Danach stand das Haus erstmal leer, bis es 1995 von der Lebenshilfe gekauft wurde. Es wurde umgebaut und vergrößert und 1997 konnten dann die ersten Bewohner einziehen.

Quelle: http://www.familie-luyken.de/
Zusammengefasst von: Letizia Minieri


Am 08.02.2018 war Karneval und auch in der Wohnstätte in Arnsberg wurde ausgiebig gefeiert.

Die Bewohner der Tagesstruktur trafen sich morgens im Begegnungsraum zum gemeinsamen Frühstück mit einem riesen Buffet, einem Schokobrunnen und Berlinern. An Verkleidungen wurde auch gedacht und es gab einige kreative Kostüme wie Waldfee, Tiger, Mönch, Clown und Cowboy.

Natürlich wäre es keine richtige Feier ohne Musik und Deko also lief den ganzen Tag Karnevalsmusik und der Raum wurde mit bunten Girlanden geschmückt. Die Bewohner und auch die Mitarbeiter hatten viel Spaß beim Feiern und werden dies in den nächsten Jahren bestimmt wiederholen.


Alle 2 Jahre findet am Samstag vor dem 1 Advent, der Weihnachtsmarkt der guten Taten zwischen 12 und 18 Uhr auf dem Steinweg statt.

An diesen Markt beteiligen sich gemeinnützige Vereine, Verbände und Institutionen, sowie Schulen und Kindertages-Einrichtungen um eine weihnachtliche  Atmosphäre vor dem alten Rathaus zu schaffen.

Alle durch die bürgerlichen initiierten und getragenen Arbeiten kommen den Vereinskassen zugute.
Auch die Tagesstruktur des Hauses Lebenshilfe in Arnsberg beteiligte sich dieses Jahr wieder.

Das ganze Jahr wurde fleißig gebastelt und genäht um die selbstgemachten  Kunstwerke dann auf dem Markt der Guten Taten verkaufen zu können.

Verkaufsschlager waren, neben warmen Kakao und frischen Waffeln, die selbstgenähten Wärmekissen. Trotz eisiger Kälte  herrschte großer Andrang und gute Stimmung.


Am Donnerstag, den 18.01.2018 tobte der Sturm Frederike durch Deutschland.

Auch das Eichholz wurde heftig getroffen. Viele große Bäume wurden umgeweht und versperrten die Waldwege.
Die Bewohner und Mitarbeiter der Wohnstätte in  Arnsberg waren sicher im Haus untergebracht und konnten das Spektakel aus den Fenstern beobachten.

Hinter dem Haus sind auch einige Bäume umgekippt und beschädigten sogar einen Zaun auf dem Grundstück.
Doch es stellte sich heraus, dass der Sturm auch etwas Gutes an sich hatte. Denn jetzt gibt es wieder genug Holz für die Feuerschale.


Am 16. Dezember fand in der Wohnstätte auf der Eichholzstraße eine festliche Weihnachtsfeier statt. Die Bewohner des Hauses feierten gemeinsam mit ihren Angehörigen und Betreuern das schönste Fest im Jahr. Von Kaffee und Kuchen, über Suppen, bis hin zu Stockbrot und Glühwein hat es an nichts gefehlt. Bei Weihnachtsmusik und Plätzchen kam eine gemütliche Stimmung auf. Endlich hatte man mal wieder Zeit, sich in Ruhe zusammen zu setzten und die gemeinsame Zeit zu genießen.


Am 05.05.2017 versammelten sich Bewohner und Mitarbeiter der Wohnstätte Haus Lebenshilfe, Lebenshilfe Wohnen NRW gGmbH, um den Protesttag für Menschen mit Behinderungen einzuläuten. Auf dem Neumarkt, einer belebten Stelle der Stadt Arnsberg; wurden Pavillons und Bierzeltgarnituren aufgebaut, Stellwände dekoriert, der Grill angezündet und zum verweilen eingedeckt. Der Bewohnerbeirat der Wohnstätte hatte eine Stellwand erarbeitet und stellte sich vor. Es wurden Getränke, Würstchen und Süßigkeiten angeboten. Bewohner verteilten mit Unterstützung durch die Mitarbeiter, Blumen und Give Aways an Passanten.

Es gab tolle Begegnungen zwischen Menschen mit Behinderungen und zahlreichen Schülern. Diese mussten den Neumarkt überqueren um nach Hause zu gehen. Sehr viele Schüler blieben stehen, stellten fragen und freuten sich über Süßes und Würstchen.

Mitarbeiter der umliegenden Behörden hielten an dem Stand, ließen sich vom Leben in der Wohnstätte berichten. Es gab viele interessante Fragen zur Lebenshilfe, Aktion Mensch und Austausch über Projektarbeit.

Die Kindergartenkinder der Twiete kamen nach dem Mittag zum Stand dazu und bemalten gemeinsam mit den Bewohnern den Neumarkt mit Kreide. Die Bewohner freuten sich sehr über den Besuch der Kindergartenkinder. Blumen wurden bestaunt ,Bilder gemalt, Plakate beklebt und Süßigkeitenschalen zusammen geleert. Am 07.05.2017 zogen Bewohner und Mitarbeiter der Wohnstätte los um eine freigegebene Wand am Stadtrand zu besprühen. Künstlerischer Freiheit waren hier keine Grenzen gegeben. Bewohner besprühten die Wand mit großem Einsatz und ein tolles Bild war das Ergebnis.

Die Aktion zum Protesttag war ein voller Erfolg. Die Menschen mit Behinderung konnten anderen Menschen eine Freude bereiten und nutzten die geschenkten Blumen als Hilfsmittel um ins Gespräch zu kommen. Es kamen viele Wertvolle Gespräche zustande. Sehr viele Passanten und Einwohner der Stadt Arnsberg zeigten großes Interesse an der Arbeit der Lebenshilfe Wohnen und auch an Aktion Mensch. Sicher wurden durch diesen Tag Barrieren abgebaut und neue soziale Kontakte geknüpft.