Arnsberg

Wohneinrichtung Arnsberg

Beschreibung der Lage

Die Wohnstätte "Haus Lebenshilfe Arnsberg" liegt am Stadtrand im Süden von Arnsberg, im Stadtteil Alt-Arnsberg. Von der Wohnstätte aus erreicht man nach ca. 10 Minuten Fußweg die Altstadt sowie den Neumarkt. Dort befinden sich diverse Einkaufsmöglichkeiten, Bäckereien, Cafés sowie ein Geldautomat. Direkt am Neumarkt in dem neuen Ärztehaus sowie um den Neumarkt herum sind verschiedene Ärzte, ein Sanitätshaus sowie eine Apotheke ansässig.

Die Innenstadt von Arnsberg ist in einem 15 Min. Fußweg zu erreichen. Hier befinden sich Banken, verschiedene Supermärkte und Bäckereien, Bekleidungsgeschäfte, Cafes, Restaurants, eine Postfiliale sowie das Arnsberger Residenz-Kino.

Von der Wohnstätte aus bestehen gute Möglichkeiten, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, um z. B. nach Sundern, Neheim oder zum Arnsberger Bahnhof zu gelangen, von dem aus man bequem per Zug zu weiter entfernten Zielen fahren kann. Die entsprechenden Haltestellen befinden sich ebenfalls direkt am Neumarkt. Die unterschiedlichen Busse fahren in regelmäßigen kurzzeitig getakteten Abständen.

Mit dem Auto ist die Wohnstätte sehr gut zu erreichen. Sowohl die Bundesstraße als auch die Autobahn liegen nur 3 km entfernt. So gelangt man von der Eichholzstraße aus schnell und ohne große Verzögerungen
an alle nahen und fernen Ziele.

Aufgrund der Stadtrandlage am Ende eines Wohngebietes mit verkehrsberuhigter Zone bietet das Umfeld der Wohnstätte eine landschaftlich sehr reizvolle Lage. Der an die Wohnstätte direkt angrenzende idyllische Wald mit uraltem Baumbestand ist mit Wanderwegen ausgestattet und bietet somit bei jedem Wetter Möglichkeiten
zur Entspannung und Erholung.

Beschreibung der Wohnform

In der Wohnstätte Haus Lebenshilfe Arnsberg leben zur Zeit 29 Menschen mit geistiger Behinderung, die einen Anspruch auf Eingliederungshilfe nach SGB XII haben oder Selbstzahler sind. Alle Zimmer der Wohnstätte sind Einzelzimmer. Die Zimmergrößen sind unterschiedlich und liegen zwischen 11 qm und 25 qm. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnstätte leben in vier voneinander getrennten Wohneinheiten mit unterschiedlicher Größe. Jede Wohngruppe hält ein individuell eingerichtetes gemütliches Wohnzimmer mit wohnlich angemessenem Essbereich sowie eine angepasste und moderne Küche mit allen notwendigen Küchengerätschaften vor.

Den Menschen, die in den jeweiligen Wohngruppen leben, stehen sanitäre Einrichtungen in ausreichendem und angemessenem Rahmen zur Verfügung. Die Wohnstätte ist mit insgesamt 2 Pflegebädern mit Badewanne und 18 Bädern mit Dusche und WC ausgestattet. Bis auf eine Wohngruppe verfügen alle über barrierefreie Bäder, ein Pflegebad ist mit einer modernen Hubbadewannen ausgestattet.Alle Etagen, bis auf das Obergeschoss des 2. Bauabschnittes, sind bequem über den Aufzug zu erreichen. Des Weiteren stehen drei Treppenhäuser zum Erlangen der unterschiedlichen Etagen zur Verfügung. Das Obergeschoss des 2. Bauabschnittes legt einen besonderen Fokus auf die Begleitung und Förderungen von Menschen ohne Bewegungseinschränkungen. Diese Wohngruppe hat unter anderem den Schwerpunkt, Menschen mit geistiger Behinderung auf selbstständiges Wohnen vorzubereiten.

Die Bewohner und Bewohnerinnen können die Zimmer nach ihren Vorstellungen ganz individuell ausstatten und einrichten. Auf Wunsch stellt die Wohnstätte aber auch eine Grundmöblierung (Schrank, Bett, Tisch, Stuhl und ein Wertefach) zur Verfügung.

Im Souterrain des Gebäudes befindet sich die Tagesstruktur. Es handelt sich hierbei um ein Angebot für die Menschen, die nicht einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung nachgehen.

Es steht eine gut ausgestattete Küche mit integriertem großem Essbereich zur Verfügung. Der große Tisch bietet nicht nur Platz für hauswirtschaftliche Angebote, sondern auch für Kreativangebote wie z. B. Basteln, Malen, Spielen usw. Des Weiteren steht ein Snoezelraum, in dem entspannungstherapeutisch gearbeitet wird und der von jeder Bewohnerin/jedem Bewohner nach Absprache auch individuell genutzt werden kann, zur Verfügung.

Außenanlage

Das Grundstück der Wohnstätte Arnsberg verfügt über mehrere Grünflächen mit Parkbänken, einen Grillplatz mit Sitz- und Essgelegenheiten sowie eine durch einen Holz-Pavillon überdachte Sitzmöglichkeit. Des Weiteren bietet der großzügige Hofbereich ausreichend Platz für Spiel-, Spaß- und Freizeitvergnügen.

Wäschereinigung/-pflege und Zimmerreinigung/-pflege

Entsprechend der pädagogischen Ausrichtung der Wohnstätte werden die Bewohner und Bewohnerinnen im Rahmen der individuellen Fähigkeiten an allen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten beteiligt oder bei der selbstständigen Ausführung unterstützt. Dazu gehören u.a. folgende Aufgaben:

  • Zimmerreinigung und Zimmerpflege
  • Wäschereinigung und Wäschepflege (keine chemische Reinigung)
  • regelmäßige Reinigung der öffentlichen Räume.

Stellvertretend werden selbstverständlich alle Aufgaben von der Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen übernommen, die von den Bewohnern und Bewohnerinnen nicht ausgeführt werden können. Bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten orientieren sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an den hygienischen Standards, die im Hygienerahmenplan der Einrichtung beschrieben sind.

Verpflegung

In der Wohnstätte werden folgende Mahlzeiten angeboten:
Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Zwischenmahlzeiten.

Die Wünsche der Bewohner und Bewohnerinnen werden so weit wie möglich berücksichtigt. Das Einkaufen der Lebensmittel, die Zubereitung der Speisen, das Tisch decken und abräumen werden ebenfalls mit den Bewohnern und Bewohnerinnen gemeinsam erledigt. Besonderheiten bei der Ernährung wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Diabetes oder Ähnliches werden bei der Speiseplanung, wenn möglich, gerne berücksichtigt.

Personalstruktur

Die Bewohner und Bewohnerinnen werden hauptsächlich von pädagogischen und pflegerischen Fachpersonal in multidisziplinären Teams bestehend z.B. aus HeilerziehungspflegerInnen, HeilpädagogInnen, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen oder Krankenschwestern/-pfleger begleitet.

Die Mitarbeiter jeder Wohngruppe bilden ein Team, unterschiedlich qualifizierte und angelernte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten hier zusammen, um im Rahmen von interdisziplinärem Miteinander die höchstmögliche Qualität der Begleitung und Hilfestellung für die einzelne Bewohnerin und den einzelnen Bewohner zu erlangen. Zudem bietet die Einrichtung Schülern die Möglichkeit, ein Schul- oder Berufspraktikum oder auch ein Anerkennungsjahr für das Berufsbild des/r Heilerziehungspflegers/-pflegerin zu absolvieren.

Um einen reibungslosen Alltagsablauf in der Einrichtung gewährleisten zu können, wird die alltägliche Arbeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Gruppendienst durch eine Mitarbeiterin in der Verwaltung sowie durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Haustechnik, Hauswirtschaft und des Reinigungsdienstes unterstützt.

Freizeitaktivitäten

Jeder Bewohner und jede Bewohnerin wird darin unterstützt Freizeit individuell und nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen gestalten zu können. Angebote innerhalb und außerhalb der Wohnstätte sollen dazu beitragen vielfältige Aktivitäten zu ermöglichen. Zum Teil fallen hier jedoch zusätzliche Kosten an, die von den Bewohnern und Bewohnerinnen getragen werden müssen.

Aufnahmekriterien / Ausschlusskriterien

Die Menschen, die in der Einrichtung leben wollen, werden im Rahmen des Aufnahmeverfahrens in unterschiedliche Leistungstypen und Hilfebedarfsgruppen eingestuft (Einstufung nach Metzler). Mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe wurden für die unterschiedlichen Leistungstypen und deren jeweilige Hilfebedarfsgruppen im Rahmen einer Vergütungsvereinbarung Kostensätze vereinbart. Eine Beschreibung der unterschiedlichen Leistungstypen und Hilfebedarfsgruppen finden Sie in der Anlage. Es werden Menschen in der Wohnstätte aufgenommen, die einem der für die Einrichtung genehmigten Leistungstypen zugeordnet werden können.

Für einzelne Personen muss eine Aufnahme in eine der Wohngruppen leider ausgeschlossen werden. Dieser Ausschluss gilt insbesondere für Menschen, die

  • durch massives fremdaggressives oder autoaggressives Verhalten sich selbst, Mitbewohner und Mitarbeiter des Wohnhauses gefährden
  • eine ständige Anwesenheit einer Pflegefachkraft benötigen, da sie einen besonderen Pflegebedarf haben einen besonderen pflegerischen und/oder medizinischen Bedarf haben,
  • welcher durch das in der Einrichtung tätige Personal nicht gedeckt werden kann
  • eine im Vordergrund stehende psychische Erkrankung haben oder bei denen eine Suchterkrankung vorliegt
  • auf Grund einer Gefährdung durch Weglauftendenzen geschlossen untergebracht werden müssen.

In der Wohnstätte Haus Lebenshilfe Arnsberg können nur eine bestimmte Anzahl Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, aufgenommen werden.

Auf der Gruppe im 1.OG des 2. Bauabschnittes können nur Menschen ohne Bewegungseinschränkungen leben.