Lebenshilfe Center Siegen
Lebenshilfe Center Siegen

Neugierig Übersicht

Tagung zur Teilhabe und Selbstbestimmung bei der Lebenshilfe NRW

Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung: Die Auseinandersetzung mit diesen Themen war das Ziel der Veranstaltung im Februar in Haus Bröltal in Ruppichteroth. Die erste Tagung mit dem Titel „Unsere Stimme wird lauter“ fand 2015 statt. Im darauffolgenden Jahr wurde mit den Ergebnissen in unterschiedlichen Ebenen weitergearbeitet. Unter anderem fanden zur Vorbereitung der zweiten Tagung zwei Workshops statt, um die Veranstaltung inklusiv vorzubereiten.

„Wie wird Selbstbestimmung und Inklusion in anderen europäischen Ländern umgesetzt?“ Der Tag begann mit einem Impulsreferat, bei dem mehr als 60 Personen anwesend waren. Anhand der Länder Türkei und England setzten sich die Teilnehmer mit Fragestellungen auseinander, was für sie persönliche Selbst- und Mitbestimmung ist und welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Meine Rechte im BTHG

Die Fragen zur Mitbestimmung und Partizipation wurden in Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten bearbeitet, so beispielsweise zu den Themen Mitbestimmung in der Politik, Persönliche Zukunftsplanung, meine Rechte im BTHG und einem Workshop mit dem Titel „Musik verbindet die Welt“.

Die Tagung wird zurzeit ausgewertet. Die Ergebnisse werden dem Geschäftsführer der Lebenshilfe NRW, Herbert Frings, von Teilnehmern der Tagung offiziell übergeben. 


LEA-Leseklub, das heißt Lesen Einmal Anders. Es ist ein inklusiver Leseklub für Erwachsene mit und ohne Behinderung, die sich einmal pro Woche treffen, gemeinsam ein Buch in einfacher Sprache lesen und darüber sprechen. Viele Städte in ganz Deutschland haben dieses Konzept bereits umgesetzt. Auch in Siegen lädt der LEA-Leseklub zum gemeinsamen Lesen ein.

Ursprünglich kommt die Idee der LEA-Leseklubs aus den USA und wird seit 2008 von KUBUS e.V. in Deutschland bekannt gemacht. Anders als in gewöhnlichen Buch-Klubs können hier alle Menschen teilnehmen – egal wie gut sie lesen können. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Literatur in einfacher Sprache und für jeden Geschmack ist etwas dabei: ob einen spannenden Krimi oder lieber eine romantische Komödie, die Teilnehmer entscheiden zusammen was gelesen wird. Der LEA-Leseklub trifft sich einmal wöchentlich. Jeder Teilnehmer kann einen Abschnitt aus dem Buch vorlesen und  wer Hilfe benötigt wird durch Assistenten oder ehrenamtliche Helfer durch verschiedene Techniken unterstützt. Schwierige Wörter oder Fragen werden nach jedem Abschnitt in der Gruppe besprochen. So entstehen oft spannende Gespräche über das Buch und den Bezug zum eigenen Leben.

Teilhabe am kulturellen Leben ist für viele Menschen wichtig. Der LEA-Leseklub macht es möglich Spaß am Lesen und Literatur zu erleben, unabhängig davon wie gut jemand lesen kann. Haben Sie auch Interesse an der Teilnahme am LEA-Leseklub? Der LEA-Leseklub trifft sich jeden Freitag um 15:30 Uhr im Lebenshilfe Center Siegen.

Verfasserin M. Hauf


Große Resonanz auf die Petition #TeilhabeStattAusgrenzung

 „Das Interesse der Siegener und Netpher Bürger war enorm. Vielen Menschen nehmen großen Anteil an dem Schicksal der Menschen mit Behinderung in unserer Region.“ resümiert Hans Jürgen Röhrig, Vorsitzender der Lebenshilfe e.V. Siegen Kreisvereinigung Siegen-Wittgenstein, die Standaktionen in den letzten Wochen.

Viele Passanten nutzten die Chance, informierten sich über den Stand des Bundesteilhabegesetzes und unterzeichneten die Petition gegen das vorliegende Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III.

Insgesamt führten die Kampagnen-Aktivisten aus dem Lebenshilfe Center Siegen 5 öffentlichkeitswirksame Aktionen in Netphen, Burbach und Siegen durch.

„Die Forderungen der Lebenshilfe trafen genau den Nerv der Bürger bei unseren Standaktionen. Hunderte Menschen haben unsere Petition unterschrieben“, so Aktivist Steven David James.

Die Online-Petition der Lebenshilfe ist ebenfalls gut angelaufen. Fast 47 000 Männer und Frauen haben bereits unterzeichnet. Doch dies ist noch lange nicht genug. Bundesweit beziehen über 500.000 Menschen mit einer geistigen Behinderung Eingliederungshilfe von insgesamt 860.000 Berechtigten.

„Wir bitten alle die Petition der Lebenshilfe zu unterstützten. Nur durch eine hohe Beteiligung an der Online-Petition können wir unseren Forderungen Nachdruck im weiteren Gesetzgebungsverfahren verleihen“ erklärt Patrik Brauner, Selbstvertreter im Lebenshilfe Center Siegen.