Ambulante Dienste Gelsenkirchen
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Neugierig Übersicht

Tagung zur Teilhabe und Selbstbestimmung bei der Lebenshilfe NRW

Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung: Die Auseinandersetzung mit diesen Themen war das Ziel der Veranstaltung im Februar in Haus Bröltal in Ruppichteroth. Die erste Tagung mit dem Titel „Unsere Stimme wird lauter“ fand 2015 statt. Im darauffolgenden Jahr wurde mit den Ergebnissen in unterschiedlichen Ebenen weitergearbeitet. Unter anderem fanden zur Vorbereitung der zweiten Tagung zwei Workshops statt, um die Veranstaltung inklusiv vorzubereiten.

„Wie wird Selbstbestimmung und Inklusion in anderen europäischen Ländern umgesetzt?“ Der Tag begann mit einem Impulsreferat, bei dem mehr als 60 Personen anwesend waren. Anhand der Länder Türkei und England setzten sich die Teilnehmer mit Fragestellungen auseinander, was für sie persönliche Selbst- und Mitbestimmung ist und welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Meine Rechte im BTHG

Die Fragen zur Mitbestimmung und Partizipation wurden in Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten bearbeitet, so beispielsweise zu den Themen Mitbestimmung in der Politik, Persönliche Zukunftsplanung, meine Rechte im BTHG und einem Workshop mit dem Titel „Musik verbindet die Welt“.

Die Tagung wird zurzeit ausgewertet. Die Ergebnisse werden dem Geschäftsführer der Lebenshilfe NRW, Herbert Frings, von Teilnehmern der Tagung offiziell übergeben. 


„Das Interesse der Hüllener Bürger war schon beträchtlich. Vielen Menschen nehmen großen Anteil an dem Schicksal der Menschen mit Behinderung in diesem Stadtteil.“ resümiert Lisa Nückel, Wohnstättenleitung des Haus Lebenshilfe, die Standaktion am 22.8.16 im Rahmen der Quartierskonferenz Hüllen. Viele Teilnehmer nutzten die Chance, informierten sich über den Stand des Bundesteilhabegesetzes und unterzeichneten die Petition gegen das vorliegende Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III.

„Durch die vielen gemeinsamen Aktionen in den letzten Jahren ist die Lebenshilfe in Hüllen viel präsenter geworden und damit sind die Bürger auch offener für die Belange unseres Personenkreises“, so Nicole Neumann, Leitung der Ambulanten Wohnangebote und der Beratungsstelle. Zahlreiche Teilnehmer informierten sich daher an dem Tag auch über die Lebenshilfe.  


„Das Gesetz muss dringend verändert werden, sonst haben viele von uns große Nachteile“ wurde Marcus Linka nicht müde immer wieder zu erwähnen. Der 1. Vorsitzende des Lebenshilfe Rat Gelsenkirchen war mit allen anderen Mitgliedern am 20.8.2016 beim Sommerfest der Ortsvereinigung der Lebenshilfe Gelsenkirchen mit einem Stand vertreten, um auf die Kampagne und Petition für ein besseres Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III aufmerksam zu machen. Während des ganzen Festes informierten sie die Mitglieder der Lebenshilfe und sammelten Unterschriften für die Petition.

Auch Joachim Poß, Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD und Markus Töns, Landtagsabgeordneter der SPD informierten sich bei Ihnen und wollten von Ihnen die wichtigsten Eckpunkte wissen. „ Der Entwurf des Bundesteilhabegesetzes muss wohl im Interesse der geistig Behinderten noch in einigen Punkten verändert werden“ so Herr Poß und versprach gemeinsam mit Herrn Töns sich Zeit für ein weiteres ausführlicheres Gespräch zu nehmen, um anschließend die wichtigsten Punkte in ihre Fraktion mitnehmen zu können.

Neben der Unterschriftensammlung und Verteilung von Aktionsmitteln entstand im Laufe des Festes auch eine BTHG-Klagemauer, wo die wichtigsten Forderungen zum Bundesteilhabegesetz festgehalten wurden.